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Die Bernsteine rollen schon, ohne starken Ostwind an Rügens Ostseeküste

Erste Meldung von erfolreicher Bernsteinsuche an Rügens Stränden

Seit Tagen war eigentlich Flaute, was die Bernsteinsuche auf Rügen anging. Nun kamen aber einzelne Meldung, dass einige aus unserer Facebookgruppe „Bernsteinfreunde Rügen” erfolgreich Bernstein eingesammelt haben.

Spätherbst 2019 - Der Bernstein rollt wieder

Heute Abend hab ich mir dann auch mal wieder die Zeit genommen und bin 1,5 Stunden lang am Ostseestrand unterwegs gewesen. Auf den ersten Kilometer nicht einen einzigen Bernstein, dann aber eine Stelle erwischt, wo man Bernsteine einsammeln konnte.

Hab auch gestaunt wie hoch eigentlich die Wellen in diesem Bereich der Küste waren. Ich gehe aber davon aus, dass heute Nacht noch so einiges an Land getrieben wird. Die Chance mit einem Kescher dürften noch um einiges höher liegen, erfolgreich die “rollenden Bernsteine” – insbesondere größere Stücke – an Land zu holen.

Ich freue mich natürlich über eure Bernstein-Nachrichten von Rügens Küste 🙂

Kurioses beim Bernsteinsammeln – ein „Bernsteinkreuz“ !

Wie ein Bernsteinkreuz wieder an Land kommt…

Nachdem die Sturmflut bei uns an der Ostseeküste am Abklingen war, zog es mich heute an den Ostseestrand der Schaabe. Dort im Dunkeln angekommen, entdeckte ich erst einmal einen klinisch reinen Strand. Keine guten Aussichten für eine erfolgreiche Bernsteinsuche.
Aber bevor ich heute zum Ostseestrand gefahren bin, telefonierte ich mit einer Bekannten, die direkt am Glower Strand wohnt. Von ihr habe ich einen Tipp bekommen, wo ich mal schauen sollte. Danke dafür!

Bernsteinfund mit Bernsteinkreuz

An dieser Stelle angekommen, entdeckte ich schon jemand mit einem Kescher in der kalten Ostsee stehen. Es war Sebastian, der schon sehr erfolgreich größere Bernsteine aus der Ostsee gefischt hat. (Sebastian wird noch ein paar Fotos von seiner Bernsteintour hier posten.) Nach einer kurzen Unterhaltung begann ich dann mit dem Bernsteinkeschern.

Leider war ich nur mit Stiefeln bewaffnet und konnte so nicht in das knietiefe Wasser gehen. Somit blieb für mich nur der vorderen Bereich des Strandes. Nachdem ich schon einige Bernsteine gekeschert hatte, staunten Sebastian und ich nicht schlecht, als sich ein Bernsteinkreuz beim Entleeren des Keschers befand. So wie es aussieht war dieses Bernsteinkreuz mal ein Kettenanhänger, der sich beim Schwimmen wohl gelöst hat. In diesem Moment dachte ich an Carsten und seinen kuriosen Fund mit den „Bernstein-Ohranhänger“, den er damals in Binz im Kescher hatte 🙂 .

Am Abend gesellten sich dann noch Ralf und Christian kurz zu mir. Ralf kannte ich bis jetzt nur aus unser Bernsteingruppe und mit Christian hatte ich ja schon mal Kontakt. Nette Zeitgenossen 🙂 !

Fazit des Abends:
Es sind 151 g Bernstein und besagtes „Bernsteinkreuz“ vorm erneuten Ertrinken gerettet worden!

Seltener Bernstein in Form eines Drachenkopfes?

Ein Drachenkopf-Bernstein an Rügens Ostseeküste?

Ab und zu gibt es ja doch ein paar kuriose Funde beim Bernstein sammeln an Rügens Ostseeküste. Vielleicht erinnert Ihr euch noch an Carstens “Bernstein-Ohrring” aus der Ostsee 🙂 ?

Ein Bernstein in Form eines Drachenkopfes?

Vor einigen Stunden erreichte mich dann eine Nachricht mit Foto eines kuriosen Bernsteinfundes von Ingo. Er fand einen vermeintlichen Bernstein in Form eines Drachenkopfes.

Nach einer Internetrecherche durch Ralf konnte der Fund genauer zugeordnet werden. Auf der Internetseite https://freiraeume-gbr.de/Drachenkopf-Bernstein-4 lächelten uns dann gleich mehre vermeintliche “Bernstein-Drachenköpfe” an. Bei diesen und wie wohl auch bei Ingos Drachenkopf handelt es sich um eingefärbtes Resin (ein Gießharz), dass sich hervorragend als Klebe- bzw. Fließmittel eignet und dass nach der Aushärtung eine hervorragende Leitfähigkeit kristalliner Strukturen aufweist. Des weiteren konnten wir nachfolgender Seite entnehmen, dass die dort angebotenen Drachen Pockets mit unterschiedlichsten Trommelsteine befüllt und direkt am Meer aufgeladen wurden. Sie sind jeweils ungefähr 4 cm lang.

Somit kann man davon ausgehen, dass bei der der genannten Prozedur Ingos Drachenkopf versehentlich den Weg über die Ostsee genommen hat.

Gruß Axel

Bernsteinnachlese – Sie liegen immer noch am Strand

Es sind schon ein paar Tage vergangen, wo der erste Herbststurm die Küste der Insel Rügen erreichte. Leider konnte ich aus zeitlichen Gründen am Folgetag nicht bei der Bernsteinsuche dabei sein. So hat eine mir Bekannte 185 g Bernstein nach diesen Sturm eingesammelt. Gratulation…

Die erste Bernsteinnachlese 2 Tage nach dem Oststurm

Meine erste kleine Nachlese zwei Tage später förderte dann einige schöne Exemplare hervor. Aufgrund der kleinen Menge habe ich diese natürlich nicht gewogen.

6 Tage nach dem Oststurm findet man immer noch gut Bernsteine

Heute Abend gab es dann die zweite Bernsteinnachlese und es kamen sogar noch ein paar schöne Bernsteine dazu. Leider mussten wir diese Bernsteine mühselig aus dem Seegras befreien. Wie es aussieht, wird dieser angespülte Seegrasstreifen auch noch die nächsten Tage für ausreichend Bernstein sorgen ;-).

Grüße von der Bernsteinfront
Axel

Ostseestrand Juliusruh – Rollende Bernsteine

Rollende Bernsteine – ein Sammelbericht vom Ostseestrand Juliusruh

Nachdem wir mehrere Tage starken Nord-Ost Wind hatten, wäre ja die Konsequenz, dass ausreichend Bernstein an den Ostseestrand bei Juliusruh gespült würde. Dem war leider auf den ersten Blick nicht so. So brach ich gestern zu besagten Ostseestrand auf und musste feststellen, dass kaum ordentliches Material am Strand lag. Normalerweise transportiert die Strömung ein Gemisch aus Mit dem Kescher geborgene Bernsteine, Algen und Muscheln, Rollholz, sowie natürlich Bernstein bei starken Nord-Ostwind zu dieser Jahreszeit an den Ostseestrand.

rollende Bernsteine

Im Ortsbereich Juliusruh lagen am Ostseestrand nur ein paar Muscheln, kleinste Bernsteine konnte man wahrnehmen. Und wie viele wissen, sollte man nicht gleich die “Flinte ins Korn werfen”. So marschierte ich etwa 1 km weiter und konnte ein Gemisch aus Seegras, Rollholz und Muscheln finden. Nach weiteren 500 Metern kam dann mein Kescher zum Einsatz. Ich entdeckte eine Stelle, wo die Bernsteine im Wasser hin und her rollten. In 2 Stunden konnte ich somit einige “Rollende Bernsteine” bergen.

Rollende Bernsteine bezeichnet man Bernsteine, die mit der Strömung im Vorderbereich des Strandes gedrückt werden, aber durch die Wellen wieder zurück ins Meer rollen.

PS: Wahrscheinlich werde ich heute Abend noch mal selbige Stelle aufsuchen. Vielleicht klappt es ja wieder mit dem “rollenden Bernsteinen” 🙂 .

Bernsteinbericht von Michael B.

Bernsteinbericht: Bernsteinsammeln zur richtigen Zeit, am richtigen Ort

Hallo Bernsteinfreunde,

die Ostlage vom letzten Wochenende gab es in der Stärke schon einige Jahre nicht mehr und wollte sie daher nur ungern verpassen. Sonst bin ich immer allein losgezogen. Umso schöner war es das wir uns dieses mal zu viert am Strand verabreden konnten. Aufgrund der langen Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich bereits einen Tag früher angereist. So konnte ich auch gleich die starke Brandung mit erleben.

Da wir erst später mit dem ersten Rollholz rechneten und man für eine mögliche Nachtschicht fit sein sollte, habe ich mich fürs Ausschlafen entschieden. Die ersten, die bereits noch vor Sonnenaufgang ihr Glück versucht haben, hatten noch keinen Erfolg. Als ich vor dem Frühstück nach dem aktuellen Stand sehen wollte gab es bereits erste Anspülungen. Bei den ersten Metern war kaum interessantes Material dabei aber dann tauchten mit einem Schlag die ersten Stücke auf. Mit jeder größeren Welle wurden schöne Steinchen im 10-25 Grammbereich an den Strand geworfen. Dieser Moment macht immer am meisten Spass.

Im Laufe der nächsten Stunden sind dann soviel Holz, Muscheln, Tang und tote Fische angekommen wie ich es selten erlebt habe. Es war eine richtige Materialschlacht und dazwischen versteckten sich mehr Bernsteine als wir erwartet hatten. Man konnte noch 2 Tage später im Dreck wühlen und größere Stücke finden. Man musste nur die richtigen Stellen erwischen, da müssen wir das nächste mal noch hartnäckiger sein.

Die Waage ist nach 2 Tagen bei 915 Gramm stehen geblieben. Wenn man bedenkt das andere genauso viel oder teils noch mehr sammeln konnten war es eine sehr beeindruckende Lage. Durch den Nordwind wurde das Material später wieder neu aufgearbeitet und wie Axel schon berichtete konnte man dann wieder leicht am Spülsaum die Stücke einsammeln. Da war ich aber bereits auf der Rückreise.

Ein Problem war das Vereisen der Küsten, weshalb an den sonst verdächtigen Stellen dieses mal nicht so viel ankommen konnte. Ich habe wieder einiges an Erfahrung hinzugewinnen können und freue mich schon auf den nächsten Sturm. Solange es kein Südwind ist, da ist mir die Anreise nach Schweden oder Dänemark eigentlich zu umständlich ?

Viele Grüße,
Michael