Kategorie-Archiv: Allgemeines

Ostseebernstein, verarbeitet in Bayern

Vorgestern erreichte mich folgende E-Mail die ich mit Genehmigung gerne veröffentlichen möchte:

Servus und Griaß eich….

Auf Deutsch : Hallo und seid alle gegrüßt…

Nachdem ja momentan zwecks dem “blöden” Wind bei euch auf Rügen Bernsteintechnisch ja so garnichts los ist. Man keine Bilder sehen kann die die Sehnsucht nach Strand und Meer weiter anheizen….
Dacht ich mir ich zeig euch mal was ich aus meinen/unseren Strandfunden zu Hause so zusammen bastle. Wir (mein Mann und ich) verbringen Stunden damit, die Strände unsicher zu machen und wir haben immer wieder tolle Sachen gefunden.

Wir schauen nicht nur nach Bernstein, alles was irgendwie toll ist wird von uns eingesackt…
Darum kann ich zu Hause auch aus dem vollen schöpfen und wenn es mich reißt, und ich Sehnsucht nach dem Meer habe dann mach ich mir einen Anhänger für eine neue Kette, ich schleife und poliere alles per Hand. So bin ich komplett mit allem verbunden und denke wieder zurück an die Zeit als wir im Urlaub waren…

Ich verkaufe die entstandenen Dinge nicht, würde ich nie tun…!!!!
Wir haben sie gefunden ( oder sie uns?!)
Ich würde nie eins davon weggeben, dafür sind sie mir zu wertvoll!
Hab mir nur schon lange die Frage gestellt was ihr alle mit euren Funden macht…
Kerstin letztens schrieb, das sie diese in Flaschen füllt und aufstellt damit sie sich täglich darüber freuen kann.
Wir haben uns letztens noch einen Glasschrank gekauft damit wir unsere Funde täglich sehen und uns drüber freuen können…
Und bei euch so…????
Hoffe mal das sich der Wind ab dem 15.März endlich in die richtige Richtung dreht, möchte ja nicht nur mit Muscheln im Gepäck wieder heim fahren ;-))
Allen eine schöne Zeit und viel Glück beim Suchen,

Heike

Grüße an unsere Bernsteinfreunde

Folgende Nachricht ist heute von Frank Jaeger für alle “Bernstein-Süchtigen” hier eingegangen 🙂

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018!

Bleibt alle gesund und verliert nicht den Spaß am Suchen der “goldenen Tränen der Ostsee”!
Auf ein erfolgreiches Sammlerjahr – Prost!

In diesem Sinne, liebe Grüße aus Gummersbach

Frank

Marcels Bernsteinfunde in Glowe auf Rügen

Bernsteinfunde in Glowe – Marcels Rückmeldung von unserem Strandtreffen

“Hallo Axel,
hier meine Suchergebnisse von letzter Woche Dienstag! Sind wohl so knappe 8 Gramm Bernstein! Schönen Gruß an alle fleißigen Sucher!”

Bernsteinfunde Glowe - Marcels erfolgreicher Tag am Glower Strand

Marcel, dann begrüßen wir Dich mal in unserer “Selbsthilfegruppe der Bernsteinsüchigen” 😛 Schön das Du deine Bernsteinfunde von Rügen hier gepostet hast.

PS: Wenn es wieder hier richtig losgeht, können wir beide mal los ziehen 🙂

Gruß Axel

Carstens Jahresabschlußmeldung für Rügen – ein neuer Bernsteinrekord

Carstens neuer Bernsteinrekord!

Moin zusammen…
Nachdem nun meine letzte Rügen-Woche, bei denkbar schlechtestem Bernsteinwetter, vorüber ist, habe ich hier noch das “Abschlußgruppenbild” dieser Woche…

Carstens Bernsteinrekord, die richtigen Großen alle an einem Tag gefunden

Will mich mal nicht beklagen, bin schon mit weniger vor der Insel gekommen.

180 Gramm zusammen, der Große mit 45,5 Gramm sind dem “magischen Licht” zum Verhängnis geworden, aber jetzt sind sie an einem besseren Ort! ?

Allen, die noch suchen können, Glück auf, wie der Püttbengel sagt ?

Grüße, Carsten

Grüße vom Baumharzjunkie Carsten

Moin in die illustre Runde der Baumharzjunkies

Unsere Inselbesuche hielten sich ja dieses Jahr krankheitsbedingt sehr in Grenzen, so daß es in der Woche vor “Herwart”, nach fast nun einem Jahr Pause, wieder mal an den Rügenstrand ging. Da ausschließlich Westwind vorherrschte, blieb die Ostseite der Insel leider von neuen Bernsteinanspülungen ordentlich verschont. Um aber nicht als Schneider nach Hause zu fahren, bemühte ich mich daher, dreimal mit dem “magischen Licht” am Strand.
Zwei weitere Besuche des Lobber Strandabschnittes, brachte leider kaum Erfolg, was A) an der Methode der Aufspülung lag und B) diese wohl auch Mitte Oktober eingestellt wurden (Lt. eines Einheimischen untersagten die Verantwortlichen der Insel die weitere Sandentnahme vor der Küste für die Aufspülung…hm!).
Ebenso der zweimalige Abstecher Richtung Dranske, war aufgrund des hohen Wasserstandes und der Wellen nicht von Erfolg gekrönt.

Carstens Bernsteinfunde im Oktober 2017

Carstens Bernsteinfund im Oktober 2017

Was letztendlich hängen blieb, zeigt das Foto und der Euro, ohne Scherz, ist auch n Fundstück :-).
Mitte/ Ende November probiere ich es dann nochmal 🙂 .

Grüße Carsten

Schleifen und Polieren von Bernstein

Schleifen und Polieren lässt fast jeden Bernstein glänzen und man entdeckt eventuell eine Inkluse

Rügen-Blog-Leser Carsten gibt hilfreiche Tipps:

Moin aus Hannover in die Bernijunkierunde. Ich versuche nachstehend mal, meine Schleifmethode zu beschreiben. Jeder wird sein eigenes Rezept haben, oder finden. Es führen viele Wege zum Hochglanz.

Vorweg unterscheide ich mal zwischen zwei Schleif-Arten

a) mich an eine Inkluse ranzuschmirgeln und

b) den Bernstein an sich zu schleifen

Zu a)
Wenn ich glaube eine Inkluse gefunden zu haben, kommt es ja eigentlich (zumindest mir) darauf an, den Einschluss irgendwann gut aufs Foto zu bekommen. Also gilt es, sich so dicht wie möglich an die Inkluse ran zu schleifen. Ich schleife ausschließlich per Hand (Bild 6, 7), d.h. ohne mechanische Unterstützung, wie Elektroschleifer, Schleifteller etc., denn oft sitzen die Krabbler oder Flieger so dicht unter der Oberfläche, dass ich per Handschliff die bessere Kontrolle über die Materialabnahme habe.
Ich schleife mit Naßschleifpapier in einer Wasserschale und dann meistens auch nur ein Fenster in den Klumpen/Krümel (Bild 3,5).
Beginnend mit 120er Korn, dann 240, 400, 600,1500 und zum Schluß 2000.

Zum Polieren bediene ich mich dann doch meines Dremels (Bild 1,2), den ich mittels eines cnc-gefrästen Alu-Adapters (ca 7 Euro bei ebay) in einer handelsüblichen Bohrmaschinenhalterung befestigt habe.

Als Spritzschutz hab ich eine klare Plexifolie angebracht, da ich als Vorpolitur Autolackreiniger (wegen der enthaltenen Mikroschleifmittel) verwende und anschließend Autolackpolitur zum Hochglanzpolieren. Wie gesagt, jeder hat so seine Favoriten, wie Raucherzahnpasta, Spiritus auf Lederlappen etc.

Zu b)
Ich schleife immer nur eine Seite (Bild 8, 9, 10), um den Rohzustand des Baumharzes auch zu erhalten und so beide Seiten (roh und geschliffen) an dem Stück zeigen zu können. Außerdem kann ich beim Handschleifen der Kontur des Bernsteins besser folgen (also was vorher rund war, ist hinterher auch noch rund, was bei der Nutzung eines Schleiftellers z.B. etwas schwierig werden dürfte)soll aber jeder so machen, wie er denkt!?
Ansonsten ist die Vorgehensweise genau wie unter a). Lediglich hier führe ich den Bernstein über das flach liegende Schleifpapier und bei b) das Schleifpapier über den Bernstein.
Bei Obi hab ich mir zwischenzeitlich auch mal Schleifvliese aus Kunststoffgeflecht geholt (gibt es in 3 verschiedenen Körnungen, und funktionieren auch ganz passabel).
Was ich auch noch mache: liegt eine Inkluse mal ganz dicht unter der Oberfläche, so daß das Ranschleifen nicht möglich ist, streiche ich die Stelle, wo ich eigentlich das Fenster schleifen würde, 2 x mit Boots/ Yachtlack (Clou) …geht super!!! (Bild 4)
Bild 11: hier habe ich beispielhaft nur halbseitig (auf Vorder- und Rückseite) den o.g. Bootslack aufgetragen, ohne vorher zu schleifen……..auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen, find ich zumindest.

Tja, das wärs schon!!! Einfach mal ausprobieren, würde ich sagen, auch wenn man Skrupel hat, seinen mühsam ersammelten Schätzen „Gewalt“ anzutun…… ?
Grüße und postet doch mal eure Ergebnisse hier im Blog