... Binz-Portal mit Fotos & Tipps zum größten Seebad Rügens. Erlebe Urlaub in einer Bucht mit feinsandigen Stränden & weißen Bäderstil-Villen


Ehemaliges Binzer Kurhaus Strandvillen im Bereich Fischerstrand Sonnenaufgang Binzer Bucht Strandzugang mit Binzer Seebrücke Ehemaliger Binzer Rettungsturm Fischerboot am Binzer Strand Strandleben am Binzer Ostseestrand Strandschloss und Kurhaus von Binz Binzer Kleinbahnhof Putbuser Straße in Binz Wylichstraße in Binz Schillerstraße in Binz Haus Möwe im Ostseebad Binz Hotel Rialto in Binz Hotel Loev in Binz

Was sollte man über Binz wissen und dort gesehen haben?

Kurze Fakten über Binz:

  • Binz liegt in einer Bucht und ist vor Westwind geschützt
  • Binz gab es als Fischerdorf schon im 14. Jahrhundert (1318 als Byntze erwähnt). 1830 wurde es zur fürstlichen Badestelle und 1885 zum Seebad für zahlkräftige Gäste
  • Binz ist das größte Ostseebad der Insel Rügen
  • Binz gehört zu den schönsten Seebädern der deutschen Ostseeküste
  • an der Binzer Strandpromenade reihen sich viele weiße, historische Bäderstilvillen wie Perlen an einer Schnur auf
  • es gibt 70 Strandzugänge
  • Prora ist ein (ruhigerer) Ortsteil von Binz
  • Binz verfügt über einen der feinsandigsten Strände Deutschlands
  • die Binzer Umgebung ist so schön wie der Ort selbst; sie bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten

Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Binz und dem nahen Umfeld:

Welche Geschichte hat das Ostseebad Binz auf Rügen?

  • 1318: erste Erwähnung des Fischerdorfs Byntze in einer Steuererhebung der Grafschaft Streu. Siedlungskern ist die heutige mittlere Bahnhofstraße und die Rabenstraße, daneben existieren die Einzelgehöfte Granitz-Hof, Aalbeck und Kirchdorf. Gottgläubige Menschen besuchen den Gottesdienst in der ca. 6,5 Kilometer entfernten Sankt-Johannes-Backsteinkirche in Zirkow (1313 erstmals urkundlich erwähnt). Binz gehört zum Fürstentum Rügen, wird später aber dem Herzogtum Pommern zugeschlagen.
  • 1648:, nach dem Westfälischen Frieden, der den dreißigjährigen Krieg formell beendet, wird Binz wie ganz Rügen Teil Schwedisch-Vorpommerns
  • 1815: Binz wird der preußischen Provinz Vorpommern zugeordnet.
  • 1830:Wilhelm Malte Fürst zu Putbus baut Badestellen für seine Gäste an der Mündung der Ahlbeck (Abfluss des Schmachter Sees). In hölzernen Umkleidekabinen auf Rädern (Badekarren) werden die Badegäste sittlich korrekt und geschlechtergetrennt von einem Kutscher mit Pferdegespann ins tiefere Wasser gebracht.
  • 1885: Binz wird Seebad und erlebt einen touristischen Aufschwung. Eine Flaniermeile (heutige Strandpromenade) entsteht; gebaut werden einige Seebrücken und das Kurhaus. Am Strand baden Damen und Herren in getrennten Damen- bzw. Herrenbädern.
  • 1908: ein Familienbad wird errichtet, Frauen und Männer baden gemeinsam; außerdem wird das neue Kurhaus eingeweiht (31. Juli), das noch heute existiert.
  • 1912: 17 Menschen sterben bei einem Anlegemanöver an der Binzer Seebrücke, als ein Querbalken der Seebrücke bricht. Das Binzer Brücken-Unglück führt ein Jahr später (19. Oktober 1913) zur Gründung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Leipzig.
    Binzer Seebrücke aus dem Jahr 1902
    Binzer Seebrücke aus dem Jahr 1902
  • 1925: Abriss der Binzer Badeanstalten bis ins Jahr 1932.
  • 1935: das Ostseebad Binz zählt 35.000 Urlaubsgäste.
  • 1936: der Rügendamm mit der Ziegelgrabenbrücke wird freigegeben. Damit sind Binzer Urlauber nicht länger auf Schiffe für den Transport ins Ostseebad angewiesen. Die Binzer Seebrücke dient nun als Anlegestelle für kleinere Ausflugsschiffe.
    Dieses Jahr markiert auch den Beginn des Baus des KdF-Seedbads in Prora durch die nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude. Dieser Gebäudekomplex sollte einen Meerblick-Urlaub für gleichzeitig 20.000 Volksgenossen ermöglichen.
  • 1937: der Binzer Kurplatz mit Wandelhallen und Konzertmuschel wird angelegt.
  • 1939: das Ostseebad Binz bekommt einen Großbahnanschluss. Die Bahnlinie Lietzow—Binz wird eröffnet, wordurch Binz weitere Gäste erhält. Zuvor nutzten Binz-Urlauber die Schmalspurbahn Rasender Roland.
    Im September beginnt der 2. Weltkrieg und beendet den Bau des KdF-Seebads in Prora abrupt. Bis auf einen Block werden die acht geplanten Wohnblöcke, die südliche Festplatz-Randbebauung und die Kaianlage nur im Rohbau errichtet. Gar nicht realisiert werde ein Schwimmbad, eine gigantische Festhalle und weite Teile der Wirtschaftsgebäude.
  • 1945: Umsiedler und Flüchtlinge werden nach dem Ende des 2. Weltkriegs in den Binzer Hotels, Pensionen und Villen untergebracht
  • 1953: Die Führung der DDR lässt Hotel- und Pensionsbesitzer im Rahmen der Aktion Rose enteignen oder vertreiben. Deren Häuser werden nun als Mietwohnungen und Ferienheime genutzt.
  • 1985: 1.200 Mitarbeiter des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes der DDR versorgen täglich 7.000 Gäste. Jährlich verbringen 120.000 Gäste ihren Urlaub im Ostseebad Binz.
  • 1990 und Folgejahre: die politische Wende führt auch zur Rückübertragung enteigneter Häuser an frühere Eigentümer. Diese Häuser werden umfangreich saniert, rekonstruiert oder neu aufgebaut. Auf den Grundstücken im Ort entstehen neue Gebäude, bei denen die Bäderarchitektur beibehalten wird, da sie charakteristisch für die Ostseebäder ist.

Wo auf Rügen liegt das Ostseebad Binz?