Die Backsteinkirche  "St. Johannes" von Zirkow wurde erstmalig 1313 in einer Urkunde erwähnt. Der heutige Backsteinbau ist aber in die ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu datieren. Hinweis darauf gibt eine der Gewölbekappen *. Hier fand man den Namen "Bartholomäus Blome" und die eingeritzte Jahreszahl 1417.

Die Johanneskirche von Zirkow
Die Johanneskirche von Zirkow

Bis 1906 gehörte das Ostseebad Binz zur Kirchengemeinde Zirkow. Im selben Jahr wurde auch die St.Johanneskirche von Zirkow restauriert. Obwohl 1906 Binz eine eigene Kirchengemeinde gegründet hatte, besuchten die Binzer bis ins Jahr 1912 weiterhin die Zirkower Kirche. In der St. Johanneskirche fanden dann auch Taufen und Trauungen der Binzer statt.

* Bezeichnung der gewölbten, annähernd dreieckigen Felder bei Kreuzgewölben, die von den Gussnäthen begrenzt werden.

Der in der ersten Hälfte des 18. Jh. entstandene Kanzelaltar, sowie die links und rechts vom Kanzelaltar stehenden Beichtstühle stammen aus der schwedischen Besatzungszeit. Für eine evangelische Kirche ist dieses ungewöhnlich. Der schwebende Taufengel, welcher zur Taufe heruntergelassen wurde, stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Die Kirchenorgel mit 9 Registern wurde um 1859 von der Stralsunder "Orgelbaufirma Mehmel" gebaut.

2007 hat die Zirkower Kirche eine Läuteanlage für die alte Bronzeglocke aus dem Jahre 1469 bekommen. Im selben Jahr wurden auch die Schalltüren am Turm erneuert und der Kirchturm wurde gesichert und außen neu verfugt.



Grabstellen auf dem alten Kirchfriedhof Zirkow
Grabstellen auf dem alten Kirchfriedhof Zirkow
Gedenkstein für die Opfer der 1. Weltkriegs
Gedenkstein für die Opfer der 1. Weltkriegs

Auf dem alten Kirchfriedhof befinden sich etwa 60 verwitterte Grabstellen aus der Zeit von 1787 bis 1885, sowie Grabdenkmäler von 1650, 1704 und 1706 mit Inschriften. Hinter der Kirche befindet sich ein Gedenkstein für die Opfer des 1.Weltkrieges.

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