Fotos und Infos zur spätromanisch-gotischen Maria-Magdalena-Backsteinkirche aus dem Jahre 1249 im Putbuser Ortsteil Vilmnitz auf der Insel Rügen


Maria-Magdalena-Kirche von Vilmnitz
Maria-Magdalena-Kirche von Vilmnitz
Blick vom Radweg auf die Kirche
Blick vom Radweg auf die Kirche
Kirchenschiff mit Blick auf den Altar
Kirchenschiff mit Blick auf den Altar
Kanzel in der Kirche
Kanzel in der Kirche
Empore mit Kirchorgel
Empore mit Kirchorgel
Patronatsloge
Patronatsloge
Epitaphie in der Kirche
Epitaphie in der Kirche
Tafel der Gefallenen der Gemeinde im 1. Weltkrieg
Tafel der Gefallenen der Gemeinde im 1. Weltkrieg

Was ist das Besondere an der Kirche Vilmnitz?

Die in drei Teile gegliederte Kirche wurde erstmals am 17. Mai 1249 urkundlich erwähnt; sie wurde gut sichtbar auf einer Erhebung des Ortes Vilmnitz zu Ehren von Maria aus Magdala (am See Genezareth in Nordisrael) errichtet. Nach biblischer Erzählung war Maria Magdalena eine (verkannte) Begleiterin von Jesu Christus und Zeugin der Auferstehung.

Der älteste Teil der Vilmnitzer Kirche ist der Ostchor mit der Sakristei, die noch deutliche frühgotische Elemente aufweist und somit aus der Zeit vor 1300 stammt. Seit dem Jahr 1351 ist die Kirche die Begräbnisstätte derer zu Putbus. Unter dem Chor liegt das Gruftgewölbe, das über eine durch eine Falltür verdeckte Treppe aus zugänglich ist. In der Gruft befinden sich insgesamt 28 Särge, teils aus Holz oder Zinn oder Zink.

Besonders sehenswert sind die vier großen Sandsteinepitaphien aus dem Jahr 1600 im Altarraum sowie die verzierte Barockkanzel von 1708 / 09.

Welche Geschichte hat die Maria-Magdalena-Kirche von Vilmnitz?

  • 1249: erstmalige urkundliche Erwähnung der Vilmnitzer Kirche am 17. Mai
  • 13xx: das Langhaus stammt aus dem 14. Jahrhundert, der spätgotischen Zeit, und hat ein Kreuzgewölbe. Der Turm stammt ebenfalls aus dieser Zeit
  • 14xx: im 15. Jahrhundert wird das vierjochige Langhaus erneuert
  • 1602 / 03: die vier Epitaphien werden errichtet, die Ludwig, Herr zu Putbus (gest. 1594), seine Gemahlin Anna Maria geb. Gräfin von Hohenstein (gest. 1595), Erdmann zu Putbus (gest. 1622) und seine Gemahlin Sabine Hedwig geb. Gräfin von Eberstein (gest. 1631) zeigen
  • 1603: die Kirche von Vilmnitz erhält den heutigen Altaraufsatz
  • 1708 / 09: entstanden die reichgeschmückte Kanzel und der Beichtstuhl.
  • 1730: Fertigung der beiden Sarkophage für Malte Graf und Herr zu Putbus und seine Gemahlin Magdalena Juliane
  • 1863: die alte Orgel (Hersteller unbekannt) wird entfernt, da sie nicht mehr bespielbar ist
  • 1866: Orgelbaumeister F.A.D. Mehmel aus Stralsund baut eine neue Orgel; sie wird als die Klangschönste dieser Firma bezeichnet
  • 18xx: aus dem 19. Jahrhundert stammen die 84 Grabstelen und 12 gusseisernen Grabkreuze auf dem alten Friedhof.
  • 1990 / 91: die Vilmnitzer Kirche wird nach Verputzarbeiten neu ausgemalt
  • 1996: Restauration der historischen Mehmelorgel
  • 2004: Beisetzung von Franz zu Putbus (28.5.1927-5.4.2004), Sohn des Fürsten Malte zu Putbus, auf dem Kirchfriedhof der Kirche Vilmnitz

Wann ist die Vilmnitzer Kirche geöffnet?

Kirchenöffnung in der Regel in den Sommermonaten täglich oder über das Pfarramt.
Gottesdienste werden alle 14 Tage sonntags um 9 Uhr abgehalten. Seit über 25 Jahren finden in den Sommermonaten die wöchentlichen Donnerstag-Abendkonzerte statt.

Wie kann man die Kirche Vilmnitz auf Rügen kontaktieren?

Ansprechpartner ist Herr Hoge
Telefon: 0174–8307487

Wo auf Rügen liegt die Maria-Magdalena-Kirche von Vilmnitz?