... Fotos, Landkarte und Infos zum Opferstein zu Quoltitz. Dieser 73-Tonnen-Findling mit 27m³ ist Rügens achtgrößter Findling.


Der Findling Quoltitz Ist Quoltitz ein Opferstein? Weg zum Findling Quoltitz

Wie groß ist der Findling Quoltitz?

Der aus Granit bestehende Findling Quoltitz wiegt gute 73 Tonnen. Er weist ein Volumen von 17m³ auf und sei Umfang misst 13,5 Meter. Dieses Eiszeitgeschiebe ist damit der achtgrößte Findling der Insel Rügen.

Welche Geschichte hat der Findling Jastor von Mukran?

Der Findling Quol·titz (nicht Quot·litz) dürfte mit der letzten Eiszeit vor 13.000 Jahren seinen heutigen Liegeplatz erreicht haben. Den Namen verdankt er seinem Fundort. Fast sechs Jahrhunderte war der Ort Quoltitz nahe Neddesitz bewohnt. Mit Einzug der industriellen Kreidegewinnung musste der größte Teil des Ortes weichen.

Bis in die 1950er Jahre existierten noch einzelne Gehöfte, die mit Schließung des Quoltitzer Kreidebruchs aufgegeben wurden. Noch heute erinnern Grundmauern und prächtige alte Bäume an die mittlerweile zugewachsene Ortschaft Quoltitz.

Der Findling von Quoltitz weißt Spuren früher menschlicher Bearbeitung aus. Diese gehen vermutlich auf die ausgehende Bronzezeit (1000–600 v. Chr.) zurück. Alte Reisehandbücher interpretieren die Spuren als Opfervorrichtungen, so zum Beispiel:

Am Quoltitzer Berg, jetzt Ackerland, östlich vom Ort, liegt ein roher Block, der Opferstein, an welchem man die Vorrichtungen zu Blut- und Brandopfern noch deutlich erkennen kann.

Handbuch für Reisende in Deutschland und dem Oestereichischen Kaiserstaat, 1855

oder auch:

Quoltitz, Gut auf Jasmund, Rügen, Reg.B. Strals., pr. Prov. Pomm. — Etwa 250 Schritte gegen O. ein vorzüglich ausdrucksvoller Opferstein auf dem Abhange eines Hügels. Dieser Altar ist 15' lang, 12' breit und ragt 4' aus der Erde hervor. Ueber die ziemlich ebene Fläche des Steines läuft eine Rinne hin, die das Blut des Geopferten seitwärts ableitete. An der Westseite des Altars sind 3 und an der östlichen 2 runde Vertiefungen in den Stein gehauen, über deren Bestimmung man nicht einig ist.

Handbuch der vorzüglichen in Deutschland entdeckten Alterthümer aus heidnischer Zeit, 1842

Ob es sich wirklich um einen Opferstein handelt, wie Sagen und Märchen, alte romantische Anschauungen usw. vermuten lassen, ist nach heutiger Kenntnis eher umstritten, aber nicht abwegig.

Wie kann man den Findling Quoltitz erreichen?

Sie durchfahren den Ort Neddesitz in Richtung Kreidemuseum Gummanz. Vom Kreidemuseum aus führt ein Landweg in nordwestlich Richtung zum Opferstein zu Quoltitz. Dabei passieren Sie das letzte Stück über einen ansteigenden Wiesenweg. Dieser Weg wird von Reitern und einer Kutsche ab und zu benutzt. Der oberhalb des Hügels gelegene Opferstein von Quoltitz wird mit 2 Hinweisschildern am Waldrand ausgewiesen. Der Findling liegt verdeckt hinter Gebüschen in einem Waldstück.

GPS-Position: 54.561261, 13.571028

Wo auf Rügen liegt der Opferstein zu Quoltitz?