Der Findling Buskam mit einer kleinen Gruppe Kormorane
Der Findling Buskam mit einer kleinen Gruppe Kormorane


Der Buskam von Land aus gesehen
Der Findling von Land aus gesehen

Der Findling Buskam in der Nähe des Ostseebades Göhren

Mit 600m³ Volumen und einem Umfang von 40m ist der „Buskam“ der größte bekannte Findling der deutschen Ostseeküste. Der Findling ist ca. 300m vom Göhrener Nordstrand entfernt und liegt in einer Tiefe von 5 Metern. Der Stein ragt etwa 1,50m aus der Ostsee hervor. Der größte Teil dieses Findlings befindet sich unter Wasser. Der Findling aus „Hammer-Granit“ stammt laut einer Gesteinsprobe von der dänischen Ostseeinsel Bornholm und gelangte während einer Eiszeit an die Küste der Insel Rügen.
Der Name Buskam soll höchstwahrscheinlich vom altslawischen „bogis kamien“ abstammen und was soviel wie Gottesstein (bog = Gott, kamien = Stein) bedeutet. Es gibt aber auch andere Überlieferungen wie: bus = Büßen oder vom mittelniederdeutschen buhsen = rauschen die den Namen Buskam erklären könnten.


Schon in der Bronzezeit soll der Buskam eine Kultstätte gewesen sein. Kleine von Menschen geschaffene Aushöhlungen auf der Oberseite des Findlings sollen aus dieser Epoche stammen. Noch im frühen 20. Jahrhundert vollführten die Einwohner auf diesem Findling ihren Hochzeitstanz, sofern die Witterungsbedingungen dieses erlaubten. Bis zu dreißig Leute fanden auf dem Findling Platz. Der Buskam ist ein beliebter Rastplatz für Möwen und Kormorane.

Wie kann man den Findling Buskam erreichen?

Leider darf man den Findling nicht betreten. Auch das Anschwimmen ist aufgrund von unberechenbarer Strudelbildung strengstens verboten. Erfahrene Tauchguides bieten aber geführte Tauchgänge zum Buskam an.


Der Buskam wird schon bei leichtem Wellengang überspült
Der Buskam wird schon bei leichtem Wellengang überspült


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