... Die großen Feuersteinfelder bei Mukran auf der Insel Rügen entstanden während mehrerer Sturmfluten vor nur 3–4000 Jahren


Luftaufnahme Feuersteinfelder Detailaufnahme der Feuersteinfelder bei Mukran Zugang zu den Feuersteinfeldern Feuersteinen aus der Jura- und Kreidezeit teils zugewachsen 2,5 km langen Feuersteinfelder

Was sind Feuersteinfelder und wie sind sie entstanden?

Rügens Feuersteinfelder sind große Ablagerungen von Feuersteinen aus der Jura- und Kreidezeit bei Mukran; der Jura endete / die Kreide begann vor etwa 145 Millionen Jahren. Diese steinernen Meere der Insel sind wesentlich jünger, sie entstanden durch eine Reihe von Sturmfluten vor nur etwa 3.000 bis 4.000 Jahren. Auf einer Fläche von 40 Hektar, die ungefähr 2,5 Kilometer lang und 300 Meter breit ist, reihen sich die großen und offenliegenden Feuersteinfelder aneinander. Im Nordteil des Naturschutzgebietes Schmale Heide türmen sich 2 bis 4 Meter hohe Wälle von Feuersteinen auf.

Warum gibt es Sträucher und Büsche auf den Feuersteinfeldern von Mukran?

Ohne jährliche Pflege wachsen die Feuersteinfelder zu
Ohne jährliche Pflege wachsen die Feuersteinfelder zu

Bis in das vorherige Jahrhundert waren Rügens Feuersteinfelder praktisch vegetationsfrei. Um das Jahr 1840 bepflanzte man die Schmale Heide mit Kiefern und zwischen den Feuersteinfeldern entwickelte sich ein Bewuchs aus Sträuchern und Büschen, insbesondere Heidekraut und Wachholder.
Im Laufe der Jahre wuchsen die Feuersteinfelder fast komplett zu. Auf Initiative des Rügener Naturschutzbundes (NABU) wurden aufkommender Jungwuchs und dichte Heide entfernt. Dadurch blieb diese eologisch und botanisch einmalige Besonderheit dank vieler fleißiger Hände erhalten.

Wie gelangt man zu den Feuersteinfeldern bei Mukran auf Rügen?

Autofahrer nutzen den kostenpflichtigen Parkplatz am südlichen Ortsausgang von Neu-Mukran. Von dort führt ein 2–3 km langer und gut ausgeschilderter Wanderweg in südwestlicher Richtung zu den Feuersteinfeldern. Radfahrer nähern sich den Feuersteinfelder am besten vom Süden: Über einen gut ausgebauten Forstweg, der nördlich des neuen Karawanplatzes von der ehemaligen B196a abzweigt, erreicht man das Südende der Felder. WGS84-GPS-Position: 54° 27´ 59 ´´N, 13° 33´27´´O