Ralswiek, der Störtebeker-Festspielort

 
 


Ralswiek auf der Insel Rügen
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Luftaufnahme Ralswiek

Ralswiek auf der Insel Rügen

Der Störtebeker-Festspielort Ralswiek liegt ca. 8km entfernt von der Kreisstadt „Bergen auf Rügen“ am südlichsten Punkt des „Großen Jasmunder Boddens“. Die heute ca. 269 Einwohner zählende Gemeinde Ralswiek wurde 1311 erstmals urkundlich als „Ralswiik“ erwähnt.
Der Name Ralswiek stammt wahrscheinlich von dem dänischen Wort „ral“ (Kies) und der nordische Bezeichnung „wiek“ (Bucht) ab. Schon im 8. Jahrhundert gründeten westslawische Ranen hier den ersten Seehafen.
Ralswiek war einer der größten Handelsplätze der Ranenzeit und zählt neben der slawischen Burganlage „Charenza" (heutige Stadt Garz), der ehemaligen Jaromasburg am Kap Arkona zu der bekannteste Plätzen der Ranen (9. -12. Jh.) auf Rügen.

 
Bei archäologischen Ausgrabungen in Ralswiek entdeckte man 450 Grabhügel - das derzeit größte slawische Hügelgräberfeld. Große Teile der zugehörigen Siedlung und des ehemaligen Hafenbereichs wurden freigelegt. Dabei wurden Überreste von Booten, Häusern und menschliche Knochen, eine vergoldeter Anhänger, eine Streitaxt sowie ein arabischer Hacksilber-Schatz gefunden, die heute im Kulturhistorischen Museum in Stralsund zu bewundern sind. Zu den Sehenswürdigkeiten von Ralswiek zählen das Schloss Ralswiek, der Schlosspark, der malerische Hafen und die Promenade am Großen Jasmunder Bodden.


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Sehenswürdigkeiten von Ralswiek

Das Schloss Ralswiek

Das Ralswieker Schloss thront auf einer Erhebung oberhalb des „Großen Jasmunder Boddens“. Der gepflegte Landschaftspark, der das Bauwerk umgibt, stammt aus dem Jahr 1810.

Der Ascherslebener Fabrikant und Grubenbesitzer Hugo Sholto Graf Douglas erwarb im Jahre 1891 das ehemalige Gut Ralswiek. Von 1893 bis 1896 ließ der Graf das Schloss im Stile eines französischen Renaissance-Schlosses errichten. Nach dem 2.Weltkrieg wurde die Familie enteignet und das Schloss Ralswiek wurde als Altenheim und später als Behinderten- und Pflegeheim genutzt. Von 1999 bis 2002 wurde das Schloss zu einem Hotel mit 65 Zimmer und Suiten umgebaut und nennt sich fortan „Schlosshotel Ralswiek“.



Naturbühne Ralswiek
Die Naturbühne von Ralswiek

Die Störtebeker Festspiele in Ralswiek

Unterhalb des Ralswieker Schlosses, direkt am Ufer des „Großen Jasmunder Bodden“ wurde 1959 im Zuge der „Rügenfestspiele“ in nur fünfmonatiger Bauzeit die Ralswieker-Naturbühne errichtet. Zur Erstaufführung kam die dramatische Ballade „Klaus Störtebeker“ von Kurt Barthel, die von 1959 bis 1961 und 1980 bis 1981 aufgeführt wurde.
Seit 1993 werden die Abenteuer des Seeräubers Klaus Störtebeker und den Vitalienbrüdern auf der einzigartigen Naturbühne als Theaterstück aufgeführt. Mit derzeit 4 Schiffen, 30 Pferden, 150 Mitwirkenden und vielen Spezialeffekten wird im Sommer von Montag – Samstag gespielt. Ein wundervolles Feuerwerk über dem „Großen Jasmunder Bodden“ ist der krönende Abschluss jeder Veranstaltung.



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