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Der Weg zum Park Gedenktafel Das malerisch eingebettete Gutshaus Losentitz Der Blick in den Park Der Teich des Parks Brücke am Teich Die alte Linde unter der Linde Geäst der Linde ein natürlicher Regenschutz 2 unterschiedliche Blätter an einem Baum Der ehemalige Eiskeller des Gutshauses Losentitz andere Perspektive des Eiskellers

Informationen zum ehemaligen Rittergut Losentitz

Der 1314 erstmals in pommerschen Urkundenbüchern erwähnte Ort Losentitz liegt etwas versteckt im äußersten Süden der Insel Rügen, auf der Halbinsel Zudar. Von 1530 bis ins 18. Jahrhundert war das Rittergut Losentitz im Besitz des alten Rügenschen Adelsgeschlechts derer "von Berglasen". Nach dem Konkurs der Familie erwarb der schwedische Generalstatthalter "Graf Axel von Löwen" das Rittergut. 1767 ging das Rittergut an die Familie Diek, die sich nach ihrer Adelung „von Dycke“ nannte. Bis 1945 blieb das Rittergut in deren Besitz. Der größte Teil von Losentitz überstand alle politischen Wirren und Kriege: durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen wurden viele seiner historischen Gebäude gut erhalten.

Der Park Losentitz mit historischem Baumbestand

Um 1794 schuf "Moritz Ulrich von Dycke" eine Sammlung verschiedenartiger Gehölze. Iim Jahr 1811 zählte diese Gehölzanpflanzung  228 Arten und Sorten „schönblühender und nützlicher Holzarten“ wie:  22 Apfel-, 19 Birnen-, 10 Kirsch- und 10 Pflaumensorten sowie mehrere Aprikosen-, Pfirsich-, Wein- und sogar Feigensorten. Es wurden Bäume angepflanzt wie Trompetenbaum, Rot- und Streifenahorn, Zirbelkiefern, Roteichen, Platanen und Sumpfzypressen. Von 1801 bis 1811 wurden alleine 97 Arten wie die Rote Rosskastanie, der Ginkgo, die amerikanische Linde und die Zerreiche angepflanzt.

Im Jahr 1872 zerstörte eine große Sturmflut einen Teil der Anpflanzungen. Über 80 seltene Bäume fielen diesem Unwetter zum Opfer. Um 1888 begann man mit der Neugestaltung des Losentitzer Parks nach Plänen des Gartenbaudirektors Hampel, der auf seinen Reisen durch Europa seltene Gewächse entdeckte, die man in diesem Park ansiedelte. Erhalten geblieben ist zum Beispiel der persische Flieder.

Zu DDR-Zeiten verkam der liebevoll gestaltete Park. Der ehemalige Teich wurde mit Gülle aus den umliegenden Ställen befüllt. Nach der Wende gingen das Gutshaus von Losentitz, sowie der 6 ha große Park in Privatbesitz über. Einige Restaurierungsarbeiten wurden vorgenommen. Der damalige neue Eigentümer ging in Konkurs und das Gutshaus stand einige Jahre leer. Im Jahr 2009 erwarb eine Familie aus Süddeutschland das Gebäude und den historischen Park. In Zusammenarbeit mit der Bodendenkmalpflege wurde der historische Park nach denkmalpflegerischen Zielvorgaben saniert.
Zu den dendrologischen Besonderheiten zählen unter anderem: eine Buche mit verschiedenen Blättern, Weihrauchzeder, Geschlitztblättrige Haselnuss, Japanische Kopfweide, Persischer Flieder, Bergahorn mit panaschierten Blättern und Sumpfzypresse.

Den Park Losentitz selbst erleben

Seit Mai 2018 besteht die Möglichkeit, den Park Losentitz, dessen besondere Bäume und die Geschichte des einstigen Rittergutes in einer Führung kennenzulernen - individuell oder in der Gruppe.

Kontakt unter 0178 60 22 906






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