Der über 300 Jahre alte Schlosspark von Putbus bietet 60 Baumarten aus aller Welt: Ginkgos, Riesen-Mammutbäume, sogar chinesischen Blauregen


Pergola im Putbusser Schlosspark
Pergola im Putbusser Schlosspark
Ehemaliges Treibhaus des Fürsten
Ehemaliges Treibhaus des Fürsten
Seitenansicht Orangerie
Seitenansicht Orangerie
Sterbender Gallier vor der Orangerie
Sterbender Gallier vor der Orangerie
Kanone im Innenhof der Orangerie
Kanone im Innenhof der Orangerie
Denkmal des Stadtgründers
Denkmal des Stadtgründers
Puppen und Spielzeugmuseum im Park
Puppen und Spielzeugmuseum im Park
Schwanenteich im Putbusser Park
Schwanenteich im Putbusser Park
Blick über den Schwanenteich
Blick über den Schwanenteich
Messe „Lebensart
Messe „Lebensart" beim Putbusser Marstall
Reh im Wildgehege
Reh im Wildgehege
Innenhof der Orangerie
Innenhof der Orangerie

Lohnt sich der Besuch des Schlossparks in Putbus auf Rügen?

Der Putbusser Schlosspark ist ein richtiger Garten Eden für Naturliebhaber. Er ist einer der wenigen noch erhaltenen Landschaftsparks Nordeuropas und eine besondere Attraktion der Insel Rügen. Vor etwa 300 Jahren (1725) ließ hier Graf Moritz Ulrich zu Putbus eine Sammlung nicht-heimischer Gehölze anpflanzen. Die Sammlung umfasste bereits über 60 verschiedene Baumarten. Heute birgt der 75 Hektar große Schlosspark Putbus sogar eine dendrologische Seltenheit: Einen Baum mit zwei unterschiedlichen Blattarten.
Der Besuch ist kostenfrei.

Neben interessanten Pflanzen aus aller Welt bietet der Putbusser Schlosspark ein 8 Hektar großes Wildgehege mit Dam- und Rotwild - ideal für Familien mit Kindern.

Um 1820 wurde der Schloss-Garten unter Fürst Wilhelm Malte I. zum Schloss-Park umgestaltet. Man errichtete Sichtschneisen zum Greifswalder Bodden, erweiterte den Schwanenteich und schuf eine künstliche Insel, die mit einer zirka 60 Fuß (18,3 Meter) langen Brücke versehen wurde. Die Fürsten zu Putbus sind ein von der Insel Rügen stammendes Uradelsgeschlecht.

Was wächst im Putbusser Schlosspark?

Mamutbaum im Schlosspark Putbus
Mamutbaum im Schlosspark Putbus

Im Park Putbus sind zum Beispiel Griechische und Spanische Tannen, asiatische Maulbeerbäume und der Mammutbaum zu bewundern. Der Mammutbaum ist interessanterweise an Waldbrände angepasst, seine Zapfen öffnen sich erst nach einem Brand.

Besucher finden im Park außerdem kanadische Hemlocktannen und Platanen, Douglasien-Fichten und Ginkgobäume. Der Ginkgo ist der einzig-existierende Vertreter einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen. Er wurde im 18 Jahrhundert von niederländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und kann 1000 Jahre und älter werden.

Des Weiteren zieren Roteichen, Scheinzypressen und Tulpenbäume das 75 Hektar große Areal in Putbus: Die Blattform der aus Nordamerika stammenden Tulpenbäume ist achsensymmetrisch zum Stängel und damit unverwechselbar. Sie gehören zu einer Gattung, die Botaniker für die ursprünglichste aller lebenden Blütenpflanzenarten halten.

Unverkennbar sind im Putbusser Schlosspark ebenfalls die Schwarzkiefern und Edelkastanien, Säuleneichen und Stechpalmen, sowie der Baum mit zwei verschiedenen Blattarten!

Allgemein: Sehenswert sind die historische Parkanlage, alte Baumbestände, Sichtachsen sowie architektonische Elemente wie die Orangerie.

Um welche Gebäude handelt es sich im Schlosspark?

Verschiedenste historische Gebäude fügen sich stilvoll in den Putbusser Schlosspark ein. Sie stehen komplett unter Denkmalschutz.
Zu diesen Gebäuden gehören:

  • die Orangerie (früher Gartenhaus für winterempfindliche Zitruspflanzen)
  • die Schlosskirche Putbus
  • das Mausoleum (Grabmal in Gebäudeform)
  • die Vogelhausruine
  • die Schloss-Pergola (raumbildender Säulengang)
  • das frühere Jagdhaus
  • der Marstall (Pferdestall, Mähre)
  • das ehemalige Gartenhaus
  • das ehemalige Affenhaus am Schwanenteich

Im Affenhaus befindet sich heute eine Ausstellung mit über 200 Puppen aus zwei Jahrhunderten. Die Putbusser Orangerie, die früher ein Gewächshaus beherbergte, dient heute als Raum wechselnder Kunstausstellungen. Wenige Gehminuten von der Orangerie entfernt befindet sich der Schwanenteich mit der Schloss-Pergola. Die Pergola ist das einzige Überbleibsel des ehemaligen Schlosses von Putbus - dem Stammhaus der Fürsten zu Putbus.

Ist der Schlosspark frei zugänglich?

Ja, der Schlosspark ist in der Regel öffentlich zugänglich und kann kostenfrei besucht werden. Für einzelne Gebäude (z. B. die Orangerie oder den Marstall bei Veranstaltungen) können gesonderte Eintrittspreise anfallen.

Wann ist der Schlosspark geöffnet?

Der Park ist ganzjährig und rund um die Uhr begehbar. Einzelne Bereiche können jedoch saisonal oder bei Veranstaltungen eingeschränkt sein.

Wie erreiche ich den Schlosspark?

Der Park ist gut zu Fuß vom Ortskern Putbus erreichbar. Auch die Anreise mit Bahn und Bus über Putbus ist möglich.

Gibt es Parkmöglichkeiten?

Ja, in der Umgebung des Parks und im Ortszentrum stehen öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Parkplätze sind:

  1. Parkplatz Schlosspark (Wreechener Weg) - Größter und wichtigster Parkplatz für den Schlosspark. Sehr nah am Parkeingang (ca. 50 m). Gut geeignet für Spaziergänge im Park und Wildgehege
  2. Parkplatz Circus (Stadtzentrum Putbus) - Zentral im „Circus“ (sternförmiger Platz von Putbus). Ca. 100 m zum Schlosspark. Gut für Kombination aus Stadtbummel + Parkbesuch
  3. Parkplatz "Am Markt" - Zentral in Putbus, gut wenn du zusätzlich den Prachtplatz Circus oder die Innenstadt ansehen möchtest. Ca. 40-70 m zum Schlosspark.

Wie viel Zeit sollte ich für meinen Aufenthalt einplanen?

Für einen entspannten Spaziergang sollten Sie etwa 1 bis 2 Stunden einplanen.

Gibt es Sitzgelegenheiten oder Rastplätze?

Ja, im Park gibt es Bänke und ruhige Bereiche zum Verweilen.

Ist der Park für Kinder geeignet?

Ja, der Schlosspark eignet sich gut für Familien und Spaziergänge mit Kindern.

Wann ist der Park am schönsten?

Der Frühling und der Sommer bieten üppiges Grün und Blüten, der Herbst beeindruckt mit farbigem Laub.

Darf ich meinen Hund mitbringen?

Ja, Hunde sind im Schlosspark Putbus willkommen. Sie müssen jedoch angeleint bleiben, insbesondere im Bereich des Wildgeheges, um die dort lebenden Tiere nicht zu stören.

Ist Radfahren im Park erlaubt?

Das Fahrradfahren ist meist nur auf ausgewiesenen Wegen gestattet oder eingeschränkt.

Darf ich picknicken?

Picknicken ist grundsätzlich möglich, sofern die Anlage sauber hinterlassen wird.

Ist der Schlosspark barrierefrei?

Die Hauptwege sind größtenteils gut begehbar, jedoch kann es in älteren Bereichen unebene Wege geben.

Gibt es Toiletten oder Gastronomie?

Toiletten und gastronomische Angebote befinden sich vor allem im Umfeld des Parks in Putbus.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Putbus und dem Umfeld

Wo auf Rügen liegt der Putbusser Schlosspark?