Kreideküste Sassnitz: die fast zugefrorene Ostsee

Winterzauber an der Kreideküste: Unsere Wanderung entlang der Kreideküste bei Sassnitz mit Blick auf die zugefrorene Ostsee

Wenn ihr die Ostsee einmal von einer ganz besonderen Seite erleben wollt, dann können wir euch eine Winterwanderung an der Kreideküste bei Sassnitz wirklich ans Herz legen.
An diesem heutigen Tag passte einfach alles zusammen: strahlend blauer Himmel, leuchtend weiße Kreidefelsen – und darunter eine Ostsee, die fast komplett zugefroren war. Ein Naturerlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

Die fast vereiste Kreideküste im Februar 2026
Kreideküste im Winter – der Blick auf die fast vereiste Ostsee ist einfach beeindruckend.

Startpunkt: Sassnitz – unser Weg entlang des Steilufers

Gestartet sind wir am Ortsrand von Sassnitz – am Sassnitzer Wedding. Von dort aus ging es für uns weiter oberhalb des Buchenwaldes. Seit Juni 2011 zählt dieser Buchenwaldbestand des Nationalparks Jasmund laut UNESCO zum Welterbe und steht auf einer Stufe mit weltweit bedeutsamen Stätten wie dem Yellowstone Nationalpark, den Galapagos-Inseln oder dem Wattenmeer! Mit einer Größe von rund 3000 Hektar liegt der Buchenwald mitten im „Nationalpark Jasmund“, der selber als kleinster Nationalpark Deutschlands bekannt wurde.
Während wir gelaufen sind, haben wir uns immer wieder Zeit genommen, stehenzubleiben und einfach nur zu schauen. Es war einer dieser Momente, wo man merkt, wie großartig und gleichzeitig rau die Natur sein kann.

Die fast zugefrorene Ostsee im Februar 2026
Die fast zugefrorene Ostsee im Februar 2026

Die Ostsee im Winter: fast komplett zugefroren

Dass die Ostsee wirklich so weit zufriert, erlebt man nicht jeden Winter. Umso beeindruckender war es, diese vereiste Wasserfläche unterhalb der Kreideküste zu sehen. Das Eis wirkt teilweise zerklüftet – und je nach Lichteinfall schimmerte es in verschiedenen Blau- und Weißtönen.

Teils zugefrorene Ostsee
Teils zugefrorene Ostsee

Besonders schön war der Blick von oben: Die Kreidefelsen leuchteten im Sonnenlicht und darunter lag die Ostsee wie eine riesige, gefrorene Fläche. Wir haben uns dabei mehrfach gedacht: Genau für solche Tage lohnt es sich, auch im Winter rauszugehen.

Extrem windig und eisig: Ohne richtige Kleidung geht hier nichts

So schön dieser Tag war – er war auch eine echte Herausforderung. Wir hatten starken Ostwind und es war mit -4 Grad richtig kalt. Der Wind hat am Steilufer ordentlich durchgezogen, sodass man die Temperatur gefühlt (ca. -15°C) nochmal deutlich niedriger wahrnimmt.

Ohne warme Kleidung wäre diese Wanderung kaum machbar gewesen. Wir hatten mehrere Schichten an, warme Jacken, Mütze, Handschuhe – und vor allem: gutes Schuhwerk. Gerade im Winter können die von Wurzekn geprägten Wege glatt und rutschig sein, und bei Wind ist ein sicherer Stand besonders wichtig.

Unsere Empfehlung für eure Winterwanderung an der Kreideküste

  • Warme Kleidung im Zwiebellook (mehrere Schichten)
  • Winddichte Jacke (Ostwind kann extrem sein)
  • Feste, rutschfeste Schuhe
  • Mütze, Schal, Handschuhe
  • Handy-Akku voll (Kälte saugt Akku schnell leer)

Unbedingt Abstand von der Kreideküste halten!
Haltet unbedingt Abstand zur Kreideküste – Sicherheit geht vor!

Wichtiger Sicherheitshinweis: Abstand zur Kreideküste halten!

Ein Punkt ist uns besonders wichtig, weil wir es auch vor Ort wieder gesehen haben: Die Kreideküste ist wunderschön – aber sie ist nicht ungefährlich.
Die Uferbereiche der Kreideküste sind an vielen Stellen unterhöhlt und können nachgeben. Es kann immer wieder zu Abbrüchen kommen. Deshalb gilt:
Bitte unbedingt ausreichend Abstand zur Kreideküste halten – es besteht Absturzgefahr!
Gerade an Vorsprüngen ist das Gelände teilweise extrem steil. An einer Stelle wurde uns das nochmal sehr bewusst:

An diesem Vorsprung an der Kreideküste geht es rund 60 Meter steil bergab.
An diesem Vorsprung an der Kreideküste geht es rund 60 Meter steil bergab.

An diesem Vorsprung an der Kreideküste fällt das Gelände etwa 60 Meter steil ab – bitte unbedingt Abstand halten!
Wir empfehlen euch wirklich: Bleibt auf den offiziellen Wegen und geht nicht zu nah an die Kante – auch nicht „nur kurz fürs Foto“. Der Blick ist auch mit Abstand spektakulär.

Mops Kuno im Laub: Unser heimlicher Star der Tour

Und dann war da natürlich noch unser treuer Begleiter: Mops Kuno. Während wir die Natur genossen und Fotos gemacht haben, hatte Kuno seinen ganz eigenen Spaß.
Vor allem das zusammengewehte Laub hatte es ihm angetan. Man hat richtig gemerkt, wie wohl er sich gefühlt hat – er hat geschnuppert, sich ins Laub geworfen und war rundum zufrieden.

Mops Kuno tobt gerne im Buchenlaub
Mops Kuno tobt gerne im Buchenlaub

Unser Fazit: Absolute Empfehlung für alle, die mal einen Wintertag an Rügens Kreideküste erleben wollen

Wenn ihr also Lust habt, die Ostsee mal ganz anders zu erleben, dann können wir euch so einen Ausflug wirklich empfehlen. Wichtig ist nur: Seid gut vorbereitet, kleidet euch warm, tragt festes Schuhwerk und haltet Abstand zur Küste.

2 Kommentare

  1. Liebe Sabine, lieber Steffen,
    vielen Dank für euren lieben Kommentar! Es freut uns sehr, dass ihr uns auf der Wanderung an der Kreideküste und der zugefrorenen Ostsee begleitet habt – wenn auch „nur“ virtuell. Schön, dass euch die Bilder und Tipps gefallen haben!

    Herzliche Grüße 🙂

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