Weihnachtswelten Putbus: Warum der Markt 2025 auf Rügen heraussticht

Heute, am Samstag, den 29. November 2025, war ich bei den Putbusser Weihnachtswelten – und ich war positiv überrascht, wie stimmig und angenehm der ganze Markt aufgebaut ist. Keine überladene Deko, keine überfüllten Ecken, sondern einfach ein schöner Mix aus Licht, gut gelaunten Menschen, handwerklichen Ständen und richtig gutem Essen.


Und ja, nach meinem Besuch kann ich sagen:
Das ist 2025 tatsächlich der größte und wohl auch schönste Weihnachtsmarkt auf der Insel Rügen.
Nicht, weil er laut oder übertrieben wäre, sondern weil er atmosphärisch ist und man merkt, wie viel Mühe drinsteckt.
Der Markt lebt eindeutig vom Engagement der Menschen aus Putbus und Umgebung. Der Verein „Freunde schöner Inselfunken e. V.”, viele Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Unterstützende haben hier etwas auf die Beine gestellt, das einfach rund wirkt.
Man kann die Organisatorinnen und Organisatoren wirklich beglückwünschen – der Schlosspark Putbus war heute genau die richtige Mischung aus entspannt, gemütlich und lebendig.

Ein kritischer Punkt bleibt allerdings: Der Markt ist eingezäunt – vermutlich aus Sicherheitsgründen. Das ist verständlich, gerade bei großen Besucherzahlen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie im Ernstfall wie einem Brand oder einer plötzlichen Panik reagiert werden würde. Ein Engpass an den Zugängen könnte im Notfall gefährlich werden, besonders wenn viele Menschen gleichzeitig versuchen, den Bereich zu verlassen.
• Der Haupteingang wird gleichzeitig für Ein- und Ausgang genutzt, was den Besucherfluss ohnehin schon verlangsamt.
• Direkt davor stehen zusätzliche Verkaufsstände, die den Zugang weiter verengen.
Und am wichtigsten: Die meisten Besucher wissen überhaupt nicht, wo sich die Notausgänge befinden. Im Dunkeln waren diese weder klar ausgeschildert noch gut sichtbar.
In einer wirklichen Notsituation – gerade bei einer Gruppen- oder Massenpanik – hilft dann auch Funk unter den Verantwortlichen nur sehr bedingt, wenn die Menschen selbst keine Orientierung haben und Notausgänge im Gedränge schlicht nicht finden können. Ein Notausgang, der im Normalbetrieb niemandem auffällt, wird im Panikfall kaum genutzt werden, egal wie gut die interne Kommunikation funktioniert.Deshalb wäre es sinnvoll, das Sicherheitskonzept um sichtbare, für alle nachvollziehbare Maßnahmen zu ergänzen, z. B.:
- deutlich beleuchtete, klar gekennzeichnete Notausgänge
- Entfernen oder Verlegen von Engstellen an Hauptzugängen
- getrennte Wege für Ein- und Ausgang
Das würde nicht nur das Sicherheitsgefühl der Besucher stärken, sondern im Ernstfall tatsächlich Leben retten.
Programm für Sonntag, 30. November 2025
Für alle, die morgen noch vorbeischauen wollen: Es lohnt sich. Der letzte Tag bietet ein kleines, aber gutes Programm – ohne Hektik, aber mit schöner Unterhaltung.
Im Schlosspark
• 14:30 Uhr – Besuch des Weihnachtsmanns
• 15:00 Uhr – Kapitän Jenson & Black Joe (Berlin)
• 16:00 Uhr – United Steps – Tanzshow von der Dance Company Remind
• 16:30 Uhr – Gemeinsames Singen an der Feuerschale
• 17:00 Uhr – Lorelei und die fetten Flundern (Rügen) – Funk, Pop & Soul
Öffnungszeit: 11:00–18:00 Uh
Rosencafé – ruhiger, lecker und warm
Das Rosencafé bleibt ein guter Ort, wenn man kurz dem Trubel entkommen oder einfach etwas Süßes essen möchte.
Dort gibt’s Weihnachtsgebäck, Kuchen, Torten, Glühwein, Glögg und Herzhaftes.
15:00 Uhr – Lorelei live – Jazz & Popballaden
Öffnungszeit: 12:00–18:00 Uhr

Hallo lieber Besucher,
Tatsächlich haben wir ein abgestimmtes Sicherheitskonzepte und Notbeleuchtung, es gibt 4 weitere Ausgänge, der Bauzaun ist dort nicht verschraubt, man kann ungehindert im Bereich der Pergola raus sowie an 3 anderen Stellen , die dann im E Fall beleuchtet werden … LG
Danke für die Rückmeldung und die zusätzlichen Informationen.
Allerdings beziehen sich meine Aussagen genau auf den Istzustand, den wir als Besucher tatsächlich vorgefunden haben. Und da muss man leider sagen:
Ein Sicherheitskonzept ist nur dann wirksam, wenn es für die Menschen vor Ort sichtbar, intuitiv und sofort nutzbar ist. Wenn Ausgänge, Schilder oder Beleuchtung im Normalbetrieb nicht wahrgenommen werden, nutzen sie im Ernstfall leider wenig – besonders bei Panik, in der niemand Zeit hat, erst nach versteckten Notwegen zu suchen.
Ich möchte das nicht als Kritik am Konzept selbst verstanden wissen, sondern als Hinweis darauf, was Besucher real wahrnehmen (oder eben nicht). Vielleicht lässt sich das Sichtbarmachen der Notausgänge bei zukünftigen Veranstaltungen noch verbessern.