Ein Gigant vor Rügens Küste – unerwartetes Treffen mit dem Schwimmkran „Svanen“

Ein Gigant vor Rügens Küste - der Schwimmkran Svanen
Ein Gigant vor Rügens Küste – der Schwimmkran Svanen

Manchmal erlebt man unterwegs Dinge, mit denen man wirklich nicht rechnet. Auf meiner Fahrt zu einem Kunden auf Rügen – zwischen Lietzow und Sagard – fiel mir plötzlich etwas Ungewöhnliches am Horizont auf. Schon von der B96 aus konnte ich an der Küste eine riesige Silhouette erkennen. Es sah fast aus wie ein halber Kranhafen mitten auf dem Meer!

Neugierig wie ich bin, fuhr ich näher heran. Spätestens, als ich die Bobbiner Berge erreichte, war mir klar: Dieses Monstrum kenne ich! Vor mir lag einer der größten Schwimmkräne der Welt – die „Svanen“ aus den Niederlanden.


Ein technisches Ungetüm auf der Ostsee

Der Ankerplatz des Schwimmkrans Svanen vom Ostseestrand Glowe aus gesehen
Der Ankerplatz des Schwimmkrans Svanen vom Ostseestrand Glowe aus gesehen

Die „Svanen“ ist wirklich beeindruckend: 102 Meter lang, 71 Meter breit und mit einer Hubhöhe von 76 Metern ein echter Riese. Zum Vergleich: Der berühmte Königsstuhl auf Rügen ist 118 Meter hoch – also gar nicht so viel mehr!

Der Schwimmkran kann Lasten von bis zu 8700 Tonnen heben. Das macht ihn zum leistungsfähigsten Schwimmkran der Welt im Einzelhub. Solche Maschinen sieht man sonst nur auf Fotos oder in Hafen-Dokumentationen – und nun lag sie einfach da, direkt vor unserer Küste!

Der Grund: Ein kräftiger Herbststurm war angekündigt, und die „Svanen“ suchte Schutz in der Tromper Wiek, der großen Bucht zwischen Glowe und Kap Arkona.


Im Einsatz für die Windenergie Ostsee

Normalerweise ist die „Svanen“ deutlich weiter draußen unterwegs – im Baugebiet des Offshore-Windparks „Windanker“ vor Rügen. Dieses riesige Projekt gehört zum Iberdrola-Verbund „Baltic Hub“, gemeinsam mit den Parks „Wikinger“ und „Baltic Eagle“.

„Windanker“ soll einmal 315 Megawatt Leistung liefern – genug, um etwa 300.000 bis 450.000 Haushalte mit grünem Strom zu versorgen. Eine gewaltige Investition von rund einer Milliarde Euro, die bis Ende 2026 ans Netz gehen soll.


Ein seltener Anblick von Land aus

Der Ankerplatz des Schwimmkrans Svanen, gut gesichert durch einen der 2 Schlepper
Der Ankerplatz des Schwimmkrans Svanen, gut gesichert durch einen der 2 Schlepper

Vom Hochufer am Glower Kurpark hatte ich schließlich den perfekten Blick auf die „Svanen“. Mit dem Teleobjektiv konnte ich einige beeindruckende Aufnahmen machen. Wenn man sieht, wie winzig einer der großen Schlepper daneben wirkt, bekommt man erst eine Vorstellung von den Dimensionen.

Der Schwimmkran Svanen aus der Nähe gesehen
Der Schwimmkran Svanen aus der Nähe gesehen

 

Ein Kommentar

  1. Hallo Herr Schuldt, jetzt weiß ich endlich, was das für ein Ding ist. Danke. Hatte es auch aus der Ferne gesehen, mich sehr gewundert und bin dann nach Glowe, um es näher zu sehen. Da ich nur ca. zweimal jährlich auf „Elternbesuch“ auf der Insel bin, dachte ich erst, das wäre eine neue Touristenattraktion.

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