Bernsteinbericht von Michael B.

Bernsteinbericht: Bernsteinsammeln zur richtigen Zeit, am richtigen Ort

Hallo Bernsteinfreunde,

die Ostlage vom letzten Wochenende gab es in der Stärke schon einige Jahre nicht mehr und wollte sie daher nur ungern verpassen. Sonst bin ich immer allein losgezogen. Umso schöner war es das wir uns dieses mal zu viert am Strand verabreden konnten. Aufgrund der langen Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich bereits einen Tag früher angereist. So konnte ich auch gleich die starke Brandung mit erleben.

Da wir erst später mit dem ersten Rollholz rechneten und man für eine mögliche Nachtschicht fit sein sollte, habe ich mich fürs Ausschlafen entschieden. Die ersten, die bereits noch vor Sonnenaufgang ihr Glück versucht haben, hatten noch keinen Erfolg. Als ich vor dem Frühstück nach dem aktuellen Stand sehen wollte gab es bereits erste Anspülungen. Bei den ersten Metern war kaum interessantes Material dabei aber dann tauchten mit einem Schlag die ersten Stücke auf. Mit jeder größeren Welle wurden schöne Steinchen im 10-25 Grammbereich an den Strand geworfen. Dieser Moment macht immer am meisten Spass.

Im Laufe der nächsten Stunden sind dann soviel Holz, Muscheln, Tang und tote Fische angekommen wie ich es selten erlebt habe. Es war eine richtige Materialschlacht und dazwischen versteckten sich mehr Bernsteine als wir erwartet hatten. Man konnte noch 2 Tage später im Dreck wühlen und größere Stücke finden. Man musste nur die richtigen Stellen erwischen, da müssen wir das nächste mal noch hartnäckiger sein.

Die Waage ist nach 2 Tagen bei 915 Gramm stehen geblieben. Wenn man bedenkt das andere genauso viel oder teils noch mehr sammeln konnten war es eine sehr beeindruckende Lage. Durch den Nordwind wurde das Material später wieder neu aufgearbeitet und wie Axel schon berichtete konnte man dann wieder leicht am Spülsaum die Stücke einsammeln. Da war ich aber bereits auf der Rückreise.

Ein Problem war das Vereisen der Küsten, weshalb an den sonst verdächtigen Stellen dieses mal nicht so viel ankommen konnte. Ich habe wieder einiges an Erfahrung hinzugewinnen können und freue mich schon auf den nächsten Sturm. Solange es kein Südwind ist, da ist mir die Anreise nach Schweden oder Dänemark eigentlich zu umständlich ?

Viele Grüße,
Michael

21 Gedanken zu „Bernsteinbericht von Michael B.

  1. userIngo

    Hallo Bernsteinfreunde, Hallo Michael,
    herzlichen Glückwunsch zu den Erfolgen und Danke für den Beitrag. Da die Prognosen dieses Ereignis vorhergesagt haben, waren wir eigentlich letzten Freitag auch schon abreisebereit. Haben das Vorhaben abgebrochen, da uns nur das Wochenende blieb und Anschwemmungen erst ab Wochenanfang wahrscheinlich erschienen. Wären sonst wahrscheinlich zu fünft unterwegs gewesen. Die Saison geht ja noch ein bisschen und mal sehen ob wir auch wieder mal zur rechten Zeit vor Ort zu sein können.
    Beste Grüße aus Bautzen

  2. userAxel Artikelautor

    Hallo in die Bernsteinrunde,
    da gibt es noch eine tolle Fundmeldung von Kevin Moritz. Er benötigte für seinen Bernsteinfund 3 Abende, mit insgesamt ca. 10-12 Stunden. Dabei sind 970 Gramm Bernstein kleben geblieben.

    970Gramm Rügener Bernstein innerhalb von 3 Tagen von Kevin Moritz

  3. userIngo

    Hallo Bernsteinfreunde, Hallo Kevin,
    da war ja diese Woche einiges los. Allen die vor Ort sein konnten nochmals herzlichen Glückwunsch zu den Funden und Danke Kevin für die Erlaubnis der Veröffentlichung des Fotos. Mal sehen welche Bilder noch folgen, zumal der ein oder andere bisher auf fb aktive ein wenig zum nachdenken angeregt wurde.
    Beste Grüße

  4. userErwin

    Moin,

    Glückwunsch, tolle Ausbeute! War frühest möglich am Donnerstag mit den Kindern vor Ort, da war der Drops jedoch leider weitgehend gelutscht. Knapp 30g sind mit Mühen hängen geblieben.

    “Bei den ersten Metern war kaum interessantes Material dabei aber dann tauchten mit einem Schlag die ersten Stücke auf. Mit jeder größeren Welle wurden schöne Steinchen im 10-25 Grammbereich an den Strand geworfen. Dieser Moment macht immer am meisten Spass.”

    Könnte jemand diesen Zeitpunkt zeitlich einordnen? Montag vormittag?

    Liebe Grüße

  5. userMichael

    Hallo Erwin,
    das ist immer unterschiedlich und von vielen Parametern abhängig. Oft genug geht man auch als Schneider nach Hause.
    Viele Grüsse,
    Michael

  6. userErwin

    Moin Michael,

    Sind wir mal ehrlich – ist wie beim Angeln – würde man immer dermaßen fündig werden, wäre es auch recht schnell langweilig. Muss man sportlich sehen. Aber die Frage bliebe da noch, wann ihr denn so erfolgreich wart dieses mal. Sonntag schien es uns noch zu windig, trotz des traumhaften Wetters.

    Viele Grüße, Erwin

  7. userAxel

    Heute erreichte mich noch folgende Nachricht von Michael B..

    487 Gramm Bernstein an einem Tag auf Rügen gefunden

    “Zusammengekommen sind 487 g, gesammelt an einem Tag.

    Viele Grüsse, Michael”

  8. userIngo

    Hallo Michael,
    herzlichen Glückwunsch zu diesen Tageserfolg. Wann warst Du denn so erfolgreich und wo? Wenn man die Webcam Bilder der letzten Tage so gesehen hat, kam aus der Ferne die Vermutung auf, dass der Wind noch zu kräftigt ist und die Wellen zu hoch sind und man nichts verpasst. Müssen leider noch ein paar Tage ausharren bevor wir wieder vor Ort sein können (hoffentlich dann zur richtigen Zeit).
    Beste Grüße

  9. userErwin

    Moin Micha!

    Sehr schöne Ausbeute, Respekt. Ist das aktuell oder passend zum Beitrag ein Nachtrag zu den Fundberichten Ende März?

    Gruß und weiterhin eine gute Spürnase, Erwin

  10. userMichael

    Moin,

    ist ein Nachtrag vom kurzen Stürmchen kurz vor Ostern. Habe noch überlegt ob sich das wirklich lohnt und wohin es gehen soll. (Jede Lage ist anders und wie Axel gestern und heute geschrieben hat findet man manchmal in seinem Gebiet fast nur Krümel wo es zuvor sehr gut war.)
    Aber wenn man grad frei hat und dazu auch nichts vor… ?
    War an schöner Stelle (muss da auch aus Rücksicht auf die örtlichen Sammler schweigen) gewesen und ganz gut getroffen auch wenn ich die ganz Dicken jenseits der 50 Gramm knapp in meiner Pause verpasst habe. Das motiviert aber für die nächsten Male. Was da wohl erst bei einem schweren Sturm rauskommt? Naja der wird jetzt wohl eher nicht mehr kommen, die Saison neigt sich dem Ende zu.

    Viele Grüße,
    Michael

  11. userIngo

    Hallo Michael,
    wie gesagt ein sehr schöner Erfolg. Warum musst Du denn den Ort Deiner Funde verschweigen? Mittlerweile sind ja die Vorhersagen recht gut. Angefangen vom BSH (Strömungen) über Pegelstände bis hin zu Wellenhöhe und Richtung, sowie Wind alles recht genau. Vor Ostern erschien die Schaabe optimal, während im Proer Wiek eigentlich nichts zu erwarten war. Dank der Tipp`s hier im Blog konnten sich viele mit geeigneten Keschern ausrüsten und auch auf eine erfolgreiche Nachtsuche vorbereiten. Nur Axel verrät noch nichts von seiner neuen erfolgreichen modifizierten Technik.
    Beste Grüße aus Bautzen

  12. userAxel Artikelautor

    Guten Morgen Ingo,

    Ich wusste dass Dir dass viele schlaflose Nächte bereitet. Zzz Dann schau doch einfach mal auf meine Seite //www.ruegenmagic.de/Herbst-Ruegen/bernsteinsuche-ruegen.html und dann liest Du etwas… und schon bekommst du einen besseren Durchblick bei der Bernsteinsuche 😛

    Gruß Axel

  13. userSilvie

    Sehr cool. Danke! Ich habe schon die ganze Zeit überlegt, wie ich mir so etwas basteln kann/ muss.
    Und das funktioniert auch? Aber dann sieht man doch nur die großen Steine, wenn die nicht vom Holz und anderem Strandgut verdeckt sind? Oder?

    Viele Grüße

  14. userRalf

    Moin Axel,
    hast du Deine Wunderlampe schon mal unter Wasser ausprobiert? Würde mich sehr interessieren, ob das Teil auch hält, was es verspricht. Wieviele Stunden hattest du die Lampe insgessamt im Einsatz?
    Bei den LEDs bin ich mittlerweile ziemlich wählerisch (aus Schaden wird man klug).
    Da es mittlerweile auch Tauchermasken für Brillenträger gibt, könnte man auf die Idee kommen, auch im Sommer auf die Jagd zu gehen; so als saisonverlängernde Maßnahme. 😉

  15. userAxel Artikelautor

    Hallo Ralf,

    bis jetzt gab es noch keinen Grund die Taucherlampe unter Wasser zu stülpen :-P. Aber eine Taucherlampe mit mehren Dichtungen hält auch ein Bad in der Ostsee stand. 2, 5 Stunden war sie unter Dauerlast im Einsatz. Man kann sie sogar dimmen. Jedenfalls bin ich sehr begeistert 🙂 .

    Gruß Axel

  16. userMichael

    Hallo Ingo,

    da hast du Recht, ich habe vor Jahren ziemlich klein ohne die ganzen Tipps angefangen. Es ist auch nicht so das es nur die eine ultimative Stelle gibt. Ich wäge vorher immer ab wo ich bei der nächsten Exkursion hinfahre. Mit den ganzen Hinweisen die hier gegeben wurden kann man aber an sehr vielen Strandabschnitten schöne Funde machen. Und man muss als Sammler auch den Antrieb haben Gegenden eigenständig zu erkunden. Ich habe am Anfang auch zu sehr auf Fundberichte vertraut und bin oft leer ausgegangen oder falsch abgebogen weil eben zu diesem Zeitpunkt andere Bedingungen herrschten. Da ist es immer besser eigene Erfahrungen zu machen.
    Ich habe mir für die kommende Saison auch mehrere Stellen an denen ich bisher noch nicht war vorgemerkt. Ich bin gespannt was uns in der nächsten kalten Jahreszeit erwarten wird.

    Ich lasse Axel noch mein Saisonabschlussfoto von der letzten Tour zukommen.

  17. userAxel Artikelautor

    Diese Meldung erreichte mich heute Abend:

    Bernstein-Meldung von Michael

    Moin Axel,
    ich war nochmal unterwegs und denke das wird mein persönlicher Saisonabschluss sein. Zusammengekommen sind an einem Tag 286 g. Vielleicht trifft man sich mal irgendwo am Strand.

    Viele Grüße,
    Michael

  18. userIngo

    Hallo Michael,
    es ist schon erstaunlich mit welcher Präzision und wie zielgerichtet Du Deine Exkursionen planst. Der Erfolg gibt Dir recht. Auch von uns herzlichen Glückwunsch. War selbst ein paar Tage auf der Insel (hatte noch was zu tun) und wollte mich natürlich am Strand umsehen. Dank Axels Tipp`s sind die Zeiten der schlaflosen Nächte ja vorbei. Wassertemperatur noch o.k., Wind enttäuschend und Strömungstechnisch ließen nur kleine Abschnitte bei Binz und an der Schaabe was erahnen. Binz schon wieder zu voll – also ab an die Schaabe. Es kam wirklich etwas an. Leider fehlte das wonach wir suchen wollten- na was soll´s . Also noch ein wenig den Anglern bei Forellenfischen zugesehen und zurück zur Unterkunft und sich noch ein wenig nützlich machen.
    Beste Grüße aus Bautzen

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