Die St. Andreas Kirche Rappin wurde 1305 erstmals erwähnt und vermutlich im späten 13. Jahrhundert erbaut


Die St. Andreas Kirche Rappin
Die St. Andreas Kirche Rappin
Separater Glockenturm Kirche Rappin
Separater Glockenturm Kirche Rappin
Rückseite der Kirche Rappin
Rückseite der Kirche Rappin
Grabkreuze aus dem Jahr 1850
Grabkreuze aus dem Jahr 1850
Grabwangen diverser Adelsfamilien
Grabwangen diverser Adelsfamilien
Giebelseite der Kirche Rappin
Giebelseite der Kirche Rappin

Was ist das Besondere an der Kirche in Rappin?

Die St.-Andreas-Kirche in Rappin ist eine der ältesten gotischen Dorfkirchen auf Rügen und prägt mit ihrer erhöhten Lage das Ortsbild bis heute. Besonders sehenswert sind:

  • der mittelalterliche Kirchenbau aus Backstein
  • historische Grabplatten und Grabwangen am Giebel und auf dem Friedhof
  • alte Wappen und Inschriften ehemaliger Adelsfamilien
  • die ruhige Lage mitten im Dorf
  • die jahrhundertealte Geschichte der Kirche
Die Kirche gehört zu den kulturhistorisch bedeutenden Dorfkirchen der Insel Rügen.

Welche Geschichte hat die Kirche Rappin auf Rügen?

Die St.-Andreas-Kirche entstand im Mittelalter und wurde über mehrere Jahrhunderte erweitert und erhalten. Viele Teile der Kirche stammen noch aus der frühen Zeit der Christianisierung auf Rügen. Im Laufe der Jahrhunderte war die Kirche nicht nur religiöser Mittelpunkt des Dorfes, sondern auch Begräbnisstätte bedeutender Familien der Region. Besonders die pommerschen Adelsgeschlechter prägten die Geschichte der Kirche. Bis heute erinnern zahlreiche Grabplatten, Wappen und Inschriften an die Vergangenheit der Kirche und ihrer Gemeinde.

Was sind das für alte Grabplatten am Giebel der Kirche Rappin?

Die historischen Grabplatten am Giebel der St.-Andreas-Kirche sind wertvolle Erinnerungsstücke an frühere Adelsfamilien und wohlhabende Gutsherren der Umgebung. Viele Rittergüter rund um Rappin gehörten über Jahrhunderte pommerschen Adelsgeschlechtern, darunter auch der Familie von Usedom.

Typisch für diese historischen Grabplatten sind:
  • Wappen der Adelsfamilien
  • Inschriften mit Namen und Lebensdaten
  • christliche Symbole
  • kunstvolle Steinmetzarbeiten

Auf Rügen war es früher üblich, bedeutende Persönlichkeiten in unmittelbarer Nähe der Kirche zu bestatten. Dadurch entstanden an vielen Dorfkirchen sogenannte Grabwangen und eingelassene Grabplatten. In Rappin sind diese historischen Zeugnisse besonders gut erhalten.

Die Grabplatten erzählen heute viel über:
  • die Sozialgeschichte der Insel Rügen
  • die früheren Gutsherrschaften
  • die Bestattungskultur vergangener Jahrhunderte
  • die enge Verbindung zwischen Kirche und Adel im Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Wie wird die Kirche Rappin heute genutzt?

Heute wird die Kirche weiterhin für Gottesdienste, kirchliche Veranstaltungen und besondere Feste genutzt. Außerdem besuchen viele Urlauber und kulturinteressierte Gäste die Kirche als historisches Bauwerk und Sehenswürdigkeit auf Rügen.

Welche Inneneinrichtung erwartet den Besucher?

Die St.-Andreas-Kirche in Rappin beeindruckt vor allem durch ihre wertvolle historische Inneneinrichtung. Ein besonderes Highlight ist das mittelalterliche Taufbecken aus gotländischem Kalkstein, das bereits aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt. Den Chorraum prägen zudem der kunstvolle Altaraufsatz von 1669 sowie die im Jahr 1702 aus Kiefernholz gefertigte Kanzel. Besonders sehenswert sind auch die restaurierten Wand- und Deckenmalereien, deren schlichte Rankenmuster und Weihekreuze eine andächtige Atmosphäre schaffen. Abgerundet wird das Ensemble durch die historische Orgel des Gothaer Meisters Guido Knauf aus dem Jahr 1859.

Wann ist die Kirche Rappin geöffnet?

Die Kirche ist vor allem in den Sommermonaten zur Besichtigung geöffnet. Die Öffnungszeiten können je nach Saison variieren. Für aktuelle Informationen empfiehlt sich eine Nachfrage beim zuständigen Pfarramt.

Wie kann man die Kirche Rappin kontaktieren?

Pfarramt Schaprode-Trent
Ev. Kirchengemeinden Schaprode-Trent, Patzig und Neuenkirchen-Rappin
Lange Straße 19
18569 Schaprode

Tel.: 038309 1363
E-Mail: schaprode@pek.de
Pastor Dr. Martin Holz

Wo auf Rügen liegt die Kirche von Rappin?