Das Wald- und Wandergebiet Goor

Das Waldgebiet Goor bei Lauterbach ist ideal für Wanderungen durch Rügens Uferwald

Der Name Goor hat einen slawischen Ursprung und weist auf ein Stück Landschaft mit hügeligem Charakter hin. Die „Lauterbacher Goor“ entstand in der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren gemeinsam mit dem „Rügischen Bodden“. Schon in der Jungsteinzeit vor ca. 7.000 Jahren war die Lauterbacher Goor ein beliebter Siedlungsort, was Feuersteinwerkzeuge und Hügelgräber aus dieser Zeit belegen.
Das ungefähr 80 Hektar große Wald- und Naturschutzgebiet Goor ist Bestandteil des 1990 gegründeten Biosphärenreservats Südost-Rügen – eines der insgesamt 14 Biosphärenreservate in ganz Deutschland – und erstreckt sich hier etwa 1,5 Kilometer an der Nordküste des Greifswalder bzw. Rügischen Boddens, zwischen Lauterbach und der Niederung Freetz. Die Goor misst an ihrer höchsten Stelle 35,8 Meter.


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Die Goor bei Lauterbach: Grüne Waldpracht entlang des Inselufers

Am westlichen Eingang der Goor erwartet den Besucher ein Buchenhochwald, dessen älteste Buchen schon seit 130 Jahren existieren, manche Rotbuchen sogar seit 200 Jahren. Der älteste Baum der Goor allerdings steht hier seit 600 Jahren: Die „alte Schirmeiche“ liegt im Zentrum des Waldes und scheint zu sterben.
Neben dem umfangreichen Buchen-Bestand erwarten Sie hier Stieleichen und Vogelkirschen, Eschen und Bergahorne. Ebenso bewohnen seltene Tiere wie Seeadler oder Fischadler, Raubseeschwalben oder Kreuzkröten das Naturschutzgebiet.

60 Hektar des Waldgebietes Goor gehören der „Succow-Stiftung“, die sich als eine der ersten Naturschutzstiftungen im Osten Deutschlands aktiv für den Erhalt wertvoller Landschaften und für eine zukunftsfähige Landnutzung einsetzte. 2008 errichtete die Stiftung den so genannten „Pfad der Muße und Erkenntnis“ im Naturschutzgebiet Goor: Dieser Naturerlebnispfad ist 4,2 Kilometer lang und bietet auf seinem Rundweg 19 Stationen. Dabei ist jede Station durch größere Steine bzw. Findlinge mit eingemeißelten Nummern gekennzeichnet. Eine Begleitbroschüre für den Pfad der Muße und Erkenntnis erhalten Sie gegen eine kleine Schutzgebühr im Hotel Badehaus Goor u.a.
Im gleichen Jahr wurde auch der Radweg, der Lauterbach und die Freetzer Niederung durch Goor verbindet, saniert. Es dauert ungefähr 10 Minuten, um den Uferwald auf dem ausgeschilderten Radweg zu durchqueren. Allerdings verpassen Radfahrer dann die einmaligen Aussichten auf den Bodden und die Insel Vilm.

Die Goor-Promenade: Flaniermeile mit wunderbarem Ausblick

Am westlichen Rand der Goor, direkt unterhalb des 1818 eröffneten und seit 2007 als Hotelanlage genutzten „Badehauses Goor“, erfolgte die Einweihung der neuen „Goor-Promenade“: Seit dem 28.05.2014 können Gäste von dieser 800-Meter-Flaniermeile einen grandiosen Blick zur ca. 2 Kilometer entfernten Nachbarinsel Vilm oder über die Küstenlinie von Lauterbach nach Neuendorf genießen. Diese Uferpromenade verfügt dabei über 14 Holzbänke und führt vom Badehaus Goor zu einer Badestelle mit Kinderspielplatz am Rügischen Bodden. Granitsteine pflastern die ersten 120 Meter der Promenade, wodurch die Flaniermeile auch gut von Gästen mit körperlich eingeschränkter Mobilität erreicht werden kann.

Parkmöglichkeiten nahe der Goor

Aus der Richtung Putbus kommend, fahren Sie ab dem Ortseingangsschild Lauterbach ca. 200 Meter gerade aus, überqueren dann den Bahnübergang und biegen anschließend rechts auf den großen, kostenpflichtigen Parkplatz ab. Vom Parkplatz aus gehen Sie in die Richtung der Marina „im Jaich“ und folgen dann dem ausgeschilderten Weg zum früheren Badehaus Goor. Dort befindet sich eine Informationstafel zum Naturschutzgebiet Goor.



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