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Bernstein sammeln extrem – ist man bernsteinsüchtig?

Bernsteinsüchtig – und es gibt keine Klinik?

Viele von Euch kennen bestimmt die “Bernsteinsucht”: Man wird unruhig und wartet auf den Tag, an dem es wieder an den Ostseestrand geht. Nachdem wir mehrere Tage Ostwind hatten, dieser aber keine Muscheln, Seetank oder Rollholz an den Ostseestrand von Binz (Prorer Wiek) drückte, änderte sich heute die Lage zum Positiven – das berühmte “Bernsteinzeitfenster” öffnete sich mal wieder. Der starke Ostwind ließ nach und somit war die logische Schlussfolgerung: “Wir müssen unbedingt an den Ostseestrand von Binz!”
Dort angekommen, waren wir zunächst vom blanken Strand enttäuscht: Normalerweise liegt nach einem Ostwind viel “Schwarzes” am Strand. Hier sah es hingegen aus, als wurde der Strand klinisch gereinigt. Nur zwei kleine Bereiche hoben sich am Strand ab. Diese steuerten wir an.

Wir wurden eines Besseren belehrt! Der Ostwind und die Strömung sorgten dafür, dass ausreichend Bernsteine mit an Land gespült wurden. Der Boden war teilweise durch die -6° gefroren. Und nur unmittelbar im Küstenbereich blieb der Strandsand durch das wärmere Ostseewasser weich. So konnten wir in der Zeit von 18 bis 20 Uhr gut die Hälfte der gezeigten Bernsteine mit Hilfe unserer UV-Lampen einsammeln – bzw. aus dem gefrorenen Boden rausholen.

Wie man seine Bernsteinsucht befriedigt

Bernsteinfund im Schneegestoeber am Ostseestrand Binz

Nachdem wir aber sahen, wie größere Bernsteine im Wasser hin- und herrollten, holten wir nach kurzer Abendbrotpause das „schwere Bergungsgerät“. Jetzt kam erstmalig mein großer Edelstahlkescher zum Einsatz, der uns auch gleich einige der größeren Bernsteine bescherte. Die Hälfte der Bernsteine wurden mit Hilfe des Keschers aus der Ostsee geborgen.

Somit bestätigt sich zwar der Spruch, dass 80% der Bernsteine den Strand gar nicht erreichen – mit Hilfe meines Keschers erreiche ich aber die Bernsteine.

Gegen 22 Uhr mussten wir witterungsbedingt die Bernsteinsuche einstellen. Die Temperatur erreichte schon -10 Grad und der Schneefall nahm extrem zu. Toller Effekt: Kescher aus dem Wasser genommen und das Netz gleich geforen. So hatte ich es auch noch nicht erlebt.

Trotzdem einer der schönsten Bernsteinfunde vom Binzer Ostseestrand 🙂 .

Bei Minusgraden und Schnee gefunden

Bei Minusgraden und Schnee gefunden

Sommer-Bernstein am Ostseestrand Binz

Erneuter Fund von Sommer-Bernstein auf Rügen

Es ist eher selten, dass man Sommer-Bernstein findet. Wie ich auch schon im Sommer 2015 über einen seltenen Bernstein-Fund berichtete, sind einige Faktoren für eine Erfolgreiche Bernsteinsuche im Sommer wichtig. Dazu zählen die Wassertemperatur, die Strömung, der Wasserstand. Auch der Umstand, dass starke Stürme übers Jahr sauerstoffreiches Salzwasser aus der Nordsee in die Ostsee drückte und dass es in den letzten Tagen sehr stürmisch war, verdanken wir wohl nachfolgen Bernsteinfund.

Bernsteinfund im Sommer auf Rügen

Bernsteinfund im Sommer auf Rügen

Nachdem sich nun schon einige Insulaner mit Funden von “Sommer-Bernstein” auf Facebook meldeten und wir über eine Binzer Webcam sahen, dass sogar ein Bagger Algenberge beseitigte, sind wir dann gestern Abend noch mal an den Ostseestrand in Binz gefahren. Am Binzer Ostseestrand angekommen, sahen wir schon ein Gemisch aus Rollholz, Muscheln, Algen.

Der Abendlicher Fischerstrand im Ostseebad Binz

Der Abendlicher Fischerstrand im Ostseebad Binz

Unsere Suche begann am “Binzer Fischerstrand”. Dort sah es erst nicht so berauschend aus. Nur ein paar winzige Bernsteinsplitter hatten sich an den Ostsee-Strand verirrt. In Richtung Binzer Seebrücke sah es hingegen schon ganz anders aus. Nachdem es dann dunkel wurde kam unsere Spezialausrüstung – bestehend aus Badelatschen und UV-Lampe – zum Einsatz.

Etwas argwöhnisch von den vorbei laufenden Urlaubern beäugt – aber nicht angesprochen – konnten wir innerhalb von 2 Stunden und unendlichen Mückenangriffen diese beachtliche Anzahl an “Sommer Bernsteinen” vor dem erneuten Ertrinken retten.

Erneut erfolgreiche Bernsteinsuche auf der Insel Rügen

Wieder war Carsten erfrolgreich bei der Bernsteinsuche

Folgende Nachricht erreichte mich gestern von unserem Bernstein-Jäger Carsten aus Hannover.

Moin, ihr Bernsteinjunkies…….Leider war ich in der Woche da, wo überhaupt kein Berniwetter war. Die Wellenhöhe war gefühlt null. Daher habe ich nur das sammeln können, was noch so am Strand rumlag. So sind 138 Gramm zusammen gekommen. Besser als nix.

Erfolreiche Bernsteinsuche im November auf der Insel Rügen

Erfolreiche Bernsteinsuche im November auf der Insel Rügen

Schweren Herzens sind wir Montag wieder Richtung Hannover zurück. Morgens noch ein Blick aufs Wasser und die Wellen rollten da schon bis an die ohnehin schon vom letzten Sturm arg angenagten Dünen.
Jeder der jetzt die Möglichkeit hat, die Inseln oder Küste anzusteuern ist zu beineiden. Also denen dann Glück auf!

Gruß, Carsten

Bernsteinfund im Sommer auf Rügen

Erfahrene Bernsteinsammler werden etwas verduzt die Überschrift lesen. Im Sommer einen Bernsteinfund?

Auch ich habe nicht schlecht am Telefon gehört, als mir die Familie Kunze von Ihren Bernstein-Funden berichtete. In der letzten Juliwoche dieses Jahres fand die Familie zwischen Binz und Mukran diese nicht unbeachtliche Menge Bernsteine.

Seltener Bernsteinfund im Sommer 2015 an Rügens Küste

Seltener Bernsteinfund im Sommer 2015 an Rügens Küste

Ich wäre beim besten Willen nicht auf die Idee gekommen, in Sommer nach Bernsteinen Ausschau zu halten. Normalerweise findet man Aufgrund des warmen Wassers nur kleine Bernsteinsplitterchen an Rügens Stränden. Aber nicht solche Exemplare im Sommer! Kalt muss es sein, am besten 4 Grad Celsius Wassertemperatur, dann hat Wasser seine größte Dichte und der Bernstein schwebt dann im salzigen Ostseewasser.
Aufgrund des starken Windes und der richtigen Strömung transportierte die Ostsee dieses „Gold des Meeres“ an Rügens Strände. Gratulation, das dürfte Seltenheitswert haben!

Bernsteinfieber am Binzer Winterstrand

Nach unserem Aufenthalt im Januar 2013 brauchten wir ja diesmal nur ca 6 Wochen zu überbrücken, bis eine neuerliche Exkursion in der zweiten Märzwoche auf unsere Lieblingsinsel Rügen anstand.
Die Hin-und Rückfahrt war abenteuerlich, denn soviel Schnee und Sturm während einer Urlaubsfahrt an die Ostseeküste hatten wir auch noch nicht erlebt. Auf jeden Fall kamen wir gut in Binz an (und am Ende auch gut wieder weg).
Der Oststurm mit Scheegestöber wütete nach Ankunft noch zwei weitere Tage, ließ dann nach und drehte sogar auf südwest. Für vier Tage erschien sogar die Sonne am Himmel, sodass eigentlich beste Voraussetzungen vorlagen, um nach den Tränen der Götter, dem Gold der Ostsee, dem fossilen Baumharz, oder einfach dem „Bernstein“ zu suchen und auch zu finden.
Das zurückweichende Wasser ließ dann auch noch zwischen der Seebrücke von Binz und dem Campingplatz in Prora das von Bernsteinsammlern geliebte Gemisch (Schmodder) aus Algen, Muscheln und Holz auf dem Sand am Spülsaum zurück. Also nix wie los…

Zum Vergrößern auf die Fotos klicken.

Beim Bernsteinkeschern

Beim Bernsteinkeschern am Binzer Ostseestrand

Mit „schwerem Suchgerät“ (Gummistiefeln und kleiner Gartenkralle) wurden wir dann auch schon auf Höhe des IFA-Parkes fündig. Keine Riesenbernis, aber immerhin, man konnte suchen und finden.
Aber manchmal sollte man sich nicht unbedingt von den ersten Funden beeinflussen lassen, und erstmal den gesamten Strand (natürlich nur die lohnenden Stellen) absuchen, wenn der nur nicht so unendlich lang wäre.
So hörten wir beim Buddeln von den, aus Richtung Prora kommenden Urlaubern, „…da hinten, die haben schon viele Große gefunden.“ 🙁 hmmmmm Naja, fürs nächste Mal.

Bernstein Ausbeute

Bernsteinausbeute einer unserer Lieblinsstellen am Strand

Auf jeden Fall hatten wir das erste Baumharz gesammelt und begaben uns dann die nächsten Tage nur noch an die, von den Urlaubern beschriebene Stelle, Höhe des Campingplatzes.

Dieses Feld wurde, nicht nur von uns, wieder und wieder durchgewühlt, und dabei kamen doch noch einige schöne Funde zu Tage. Am Sonntag vor der Abreise konnte es sogar Rügenblogger Axel einrichten, mit uns einige Zeit den Strand zu „harken“. Auch hier wurden noch einige Klonker aus dem Gemisch gefördert, obwohl es durch den scharfen Wind wirklich schweinekalt war. Teilweise haben wir die Bernstein aus dem Eis gehackt, echte Schwerstarbeit diesmal, aber dieses „Bernsteinfieber“ lässt einen die Kälte regelrecht vergessen.

500g-binzer-bernstein

Unsere Urlaubsausbeute – 550g Rügener-Bernstein

Letztendlich kamen immerhin 550gr Bernstein zusammen, ein schönes Ergebnis, und eine herrliche Befriedigung unserer „Sucht“ ;-).
Leider tritt jetzt erstmal eine lange Durststrecke ein, was den Rügenbesuch angeht. Geplant ist Anfang November, in der Hoffnung auf Herststürme…….

Natürlich wurden Treibhölzer durch den starken Wind und Wellengang auch wieder zahlreich am Strand verteilt und ordentlich mitgesammelt.
Im heimischen Hobbykeller werden diese und einige Stücke der Bernsteine nun zu „leuchtendem Holz von der Ostsee“, Bernsteinthermometern u.a. weiterbewerkelt.

Allen Bernsteinsuchern immer eine Handvoll Schmodder am Strand 😉

Erneute Bernsteinfunde am Ostseestrand von Binz

Leser unseres Rügen-Blogs kennen vielleicht schon unsere Bernsteinsammler Carsten und Regina aus Hannover. Vor einer Woche verweilten sie wieder im Ostseebad Binz um ihrem Hobby der Bernsteinsuche nachzugehen.

Carsten beim Hardcore-Bernsteinsammeln am vereisten Ostseestrand Binz
Carsten beim Hardcore-Bernsteinsammeln am vereisten Ostseestrand Binz

Bei Temperaturen um den Nullpunkt liegt die Frage nah, wie man an einem vereisten Strand überhaupt Bernsteine findet?

Carsten beobachte über einige Webcams der Insel Rügen das stürmische Meer. Und nachdem sich das Meer wieder beruhigte, wurde ein neuer Kurzurlaub im Ostseebad Binz geplant. Die Bernsteinsammler warteten eine kleine Tauphase ab, bewaffneten sich mit Kescher und handelsüblichen Hand-Gruber und gingen schließlich mit witterungsfester Kleidung und in bester „Goldgräbermanier“ zur Bernsteinsuche an den Ostseestrand. Ich bezeichne das als „Hardcore-Bernsteinsammeln“. 🙂 Bei der Kälte muss man schon sehr viel Ehrgeiz aufbringen!

Fund von 138g Bernsteine am vereisten Ostseestrand von Binz
Fund von 138g Bernsteine am vereisten Ostseestrand von Binz

Das Resultat der beiden Bernsteinsucher spricht aber für sich: In Ihrem Kurzurlaub fanden sie 138g des gelben Ostsee-Goldes!
Denkbar, dass es demnächst wieder viele Rügener Bernstein-Thermometer geben wird. :mrgreen: