Kategorie-Archiv: Allgemeines

Schleifen und Polieren von Bernstein

Schleifen und Polieren lässt fast jeden Bernstein glänzen und man entdeckt eventuell eine Inkluse

Rügen-Blog-Leser Carsten gibt hilfreiche Tipps:

Moin aus Hannover in die Bernijunkierunde. Ich versuche nachstehend mal, meine Schleifmethode zu beschreiben. Jeder wird sein eigenes Rezept haben, oder finden. Es führen viele Wege zum Hochglanz.

Vorweg unterscheide ich mal zwischen zwei Schleif-Arten

a) mich an eine Inkluse ranzuschmirgeln und

b) den Bernstein an sich zu schleifen

Zu a)
Wenn ich glaube eine Inkluse gefunden zu haben, kommt es ja eigentlich (zumindest mir) darauf an, den Einschluss irgendwann gut aufs Foto zu bekommen. Also gilt es, sich so dicht wie möglich an die Inkluse ran zu schleifen. Ich schleife ausschließlich per Hand (Bild 6, 7), d.h. ohne mechanische Unterstützung, wie Elektroschleifer, Schleifteller etc., denn oft sitzen die Krabbler oder Flieger so dicht unter der Oberfläche, dass ich per Handschliff die bessere Kontrolle über die Materialabnahme habe.
Ich schleife mit Naßschleifpapier in einer Wasserschale und dann meistens auch nur ein Fenster in den Klumpen/Krümel (Bild 3,5).
Beginnend mit 120er Korn, dann 240, 400, 600,1500 und zum Schluß 2000.

Zum Polieren bediene ich mich dann doch meines Dremels (Bild 1,2), den ich mittels eines cnc-gefrästen Alu-Adapters (ca 7 Euro bei ebay) in einer handelsüblichen Bohrmaschinenhalterung befestigt habe.

Als Spritzschutz hab ich eine klare Plexifolie angebracht, da ich als Vorpolitur Autolackreiniger (wegen der enthaltenen Mikroschleifmittel) verwende und anschließend Autolackpolitur zum Hochglanzpolieren. Wie gesagt, jeder hat so seine Favoriten, wie Raucherzahnpasta, Spiritus auf Lederlappen etc.

Zu b)
Ich schleife immer nur eine Seite (Bild 8, 9, 10), um den Rohzustand des Baumharzes auch zu erhalten und so beide Seiten (roh und geschliffen) an dem Stück zeigen zu können. Außerdem kann ich beim Handschleifen der Kontur des Bernsteins besser folgen (also was vorher rund war, ist hinterher auch noch rund, was bei der Nutzung eines Schleiftellers z.B. etwas schwierig werden dürfte)soll aber jeder so machen, wie er denkt!?
Ansonsten ist die Vorgehensweise genau wie unter a). Lediglich hier führe ich den Bernstein über das flach liegende Schleifpapier und bei b) das Schleifpapier über den Bernstein.
Bei Obi hab ich mir zwischenzeitlich auch mal Schleifvliese aus Kunststoffgeflecht geholt (gibt es in 3 verschiedenen Körnungen, und funktionieren auch ganz passabel).
Was ich auch noch mache: liegt eine Inkluse mal ganz dicht unter der Oberfläche, so daß das Ranschleifen nicht möglich ist, streiche ich die Stelle, wo ich eigentlich das Fenster schleifen würde, 2 x mit Boots/ Yachtlack (Clou) …geht super!!! (Bild 4)
Bild 11: hier habe ich beispielhaft nur halbseitig (auf Vorder- und Rückseite) den o.g. Bootslack aufgetragen, ohne vorher zu schleifen……..auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen, find ich zumindest.

Tja, das wärs schon!!! Einfach mal ausprobieren, würde ich sagen, auch wenn man Skrupel hat, seinen mühsam ersammelten Schätzen „Gewalt“ anzutun…… ?
Grüße und postet doch mal eure Ergebnisse hier im Blog

Bernsteinsammeln am Ostseestrand der Insel Hiddensee

Erste Rückmeldung vom Bernsteinsammeln unserer Rügen-Blog Leserin Sandra

Heute kam die erste Rückmeldung von den erfolgreichen Bernsteinfunden von Sandra L. auf der Insel Hiddensee. Da möchte ich doch mal gratulieren 🙂 . Wie ich schon im Vorfeld drauf hinwies, kann man bei starken Westwind, der richtigen Wassertemperatur und Strömung auf Hiddensee erfolgreich Bernstein sammeln. Und hier nun Sandras Bernsteinfund von Hiddensee:

Hier Ihr Kurzbericht: „Diese Bernsteine habe ich gestern in Vitte auf der Insel Hiddensee gefunden. Wir sind mit der ersten Fähre hin und mit der letzten zurück – das war ein langer, kalter Suchtag, aber immerhin habe ich dort meine größten gefunden. Zum Gewicht kann ich leider noch nichts sagen, aber der größte ist ca. 3cm lang :-)“

PS: Gerne veröffentlichen wir auch Eure Bernsteinfunde hier im Rügen-Blog 🙂

Besuch auf der 21. Hanse Sail in Rostock

Seit 1991 wird am 2. August-Wochenende jeden Jahres das maritime Volksfest Hanse Sail in Rostock veranstaltet. Es gehört zu den weltweit größten Treffen von Traditionsseglern, Museumsschiffen und modernen Schiffen. Schon wegen der Ankündigung, dass circa 250 Schiffe aus 15 Nationen auf der Hanse Sail vertreten sind, besuchten wir Warnemünde. Außerdem bot sich mir die Gelegenheit, eine neue Fotogalerie der 21. Hanse Sail für meine Internetseite www.warnemuende-infos.de zu erstellen.

Reges Treiben auf der Mole von Warnemünde
Reges Treiben auf der Mole von Warnemünde

Jedenfalls gab’s zwei Probleme, die sich im Vorfeld nicht klären ließen: das schwunghafte Wetter und der Parkplatzmangel in Warnemünde. Immerhin war uns der Wettergott gnädig: je weiter wir uns von der Insel Rügen entfernten, umso freundlicher wurde auch das Wetter. Im Radio wurde allerdings schon verkündet, dass es kaum noch Parkplätze in Warnemünde gibt, weswegen wir schließlich das Ostseebad Hohe Düne ansteuerten. Das liegt gegenüber von Warnemünde und bot wenigstens einen der letzten Plätze zum Parken.
Mit der Autofähre gelangten wir schließlich nach Warnemünde, die setzt alle 20 Minuten über. Übrigens hatte auch der Rostocker Stadthafen viel zu bieten: Besucher konnten etwa den Nachbau der berühmten „Bounty“ aus dem Film  „Meuterei auf der Bounty“ (1962) besichtigen. Dennoch findet man die besten Sichtplätze für die Großsegler nur in Warnemünde!

Holländischer 2-Master auf der Ostsee vor Warnemünde
Holländischer 2-Master auf der Ostsee vor Warnemünde

Dort erwarteten uns historische Großsegler wie die „Krusenstern”, die „Sedov”, die „Mir“ und auch das berühmte Segelschulschiff „Gorch Fock“.  Wenn solche Großsegler in Sichtweite an einem vorbeifuhren, ist das schon beeindruckend. Schleppboote zogen die übergroßen Segelschiffe aus dem Hafen. Mein Favorit auf der 21. Hanse Sail war dabei der 62m lange holländische 2-Mast-Schoner „Wylde Swan“.

Der 62m lange holländische 2-Mast-Schoner Wylde Swan
Der 62m lange holländische 2-Mast-Schoner Wylde Swan

Jedenfalls ist die Rostocker Hanse Sail für uns das schönste maritime Fest der Ostseeküste.

PS: Die 22. Hanse Sail wird vom 9. bis 12. August 2012 stattfinden, diesen Termin haben wir uns schon vorgemerkt!

Strandspaziergang zum Herbstende im Ostseebad Binz

Strandspaziergang zum Herbstende im Ostseebad Binz
Strandspaziergang zum Herbstende im Ostseebad Binz

Zum Herbstende ist der kilometerlange Ostseestrand zwischen Binz und Mukran in den frühen Morgenstunden beinahe menschenleer. Optimal um richtig abzuschalten. Auch unser Mops “Bosi” mag die kilometerlangen Strandspaziergänge ;-).

Mops Bosi beim morgendlichen Strandspaziergang
Mops Bosi beim Strandspaziergang

Sie machen nichts falsch, wenn Sie die Insel Rügen jetzt für ein verlängertes Wochenende besuchen. Gerade in der Nachsaison sind z.B. Ferienwohnungen in Binz viel preiswerter als in der Hauptsaison. Das gleiche gilt natürlich auch für die Hotels auf Rügen.

Unbekanntes Schiffswrack vor der Insel Rügen entdeckt

Taucher vom Team www.tauchen-ruegen.de entdeckten in der 1.Oktoberwoche bei einem Tauchgang nördlich der Region Bakenberg auf 30m ein gut bis sehr gut erhaltenes Schiffswrack.

Bei dem Wrack handelt es sich wahrscheinlich um einen ehemaligen Dreimast-Gaffelschoner aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Das Schiff war schätzungsweise 40m lang und 8m breit. Auf seiner letzten Fahrt transportierte es in seinen 2 Laderäumen Tonrohre, die nun auf dem Grund der Ostsee liegen.