Monatsarchiv für April 2010

Die Bäderregelung wird wohl fallen, aber nicht in Binz, Sassnitz, Mukran und Sagard

Mittwoch, den 14. April 2010

Der bei Touristen und Einheimischen beliebte Einkaufsbummel an Sonntagen, den die so genannte Bäderregelung ermöglicht, könnte der Vergangenheit angehören. Nachdem die Kirche nämlich beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald das Gesetz zur Bäderregelung in Mecklenburg-Vorpommern zum Kippen brachte, werden wohl vielerorts auf Rügen die Geschäfte sonntags geschlossen bleiben. Nun vermeldete die Regionalpresse heute aber, dass die Verantwortlichen im Ostseebad Binz ein Schlupfloch fanden – im Ladenöffnungszeitengesetz. Dort heißt es sinngemäß, dass in allen Orten, die näher als 15 Kilometer an einem Grenzübergang zur Republik Polen liegen, die Geschäfte jeden Sonntag 5 Stunden öffnen dürfen. Und nach Ansicht der EU ist der nur 12km entfernte Fährhafen Mukran der nächstgelegene Grenzübergang! Somit könnten auch Urlauber und Einheimische in Sassnitz, Mukran und Sagard in den Genuss des Ladenöffnungszeitengesetz kommen und weiterhin sonntags einkaufen.


5 Spartipps fürs Ostseebad Binz

Dienstag, den 13. April 2010

Das Ostseebad Binz hat seinen Preis. Sie zahlen 2,60 € Kurtaxe pro Person am Tag für die Fahrten mit den Bäderbahnen, für die Reinigung der Promenade und für die Toilettennutzung. Selbst ein Hund, egal ob Handtaschenformat oder riesengroß, kostet Sie am Tag 0,50 €. Der Ort ist attraktiv und die Einnahmen helfen dabei, dass er es bleibt.

Der feinsandige, weiße Ostseebadestrand von Binz
Der feinsandige, weiße Ostseebadestrand von Binz

Zugleich bietet Binz und das Umfeld aber Sparmöglichkeiten: Kinder und Schwerbehinderte brauchen mit einem Schwerbehindertenausweis ab 80% keine Kurtaxe bezahlen. Falls Ihnen die Kurtaxe zu teuer sein sollte, gibt es kurtaxenfreie Orte wie zum Beispiel Zirkow oder Serams. Diese Orte sind nur einen Katzensprung von Binz entfernt.
Sollten Sie außerhalb wohnen und möchten in Binz parken, werden dort Parkgebühren verlangt – z.B. bei Sixt (Total Tankstelle), in Binz-West am Hundestrand, am Schmachter See, in der Dünenstraße, Goethestraße, Zeppelinstraße, Margaretenstraße im Parkhaus, etc. Die Preise variieren dabei von 0,50-2,50 € die Stunde.
Glücklicherweise muss jeder Ort eine gewisse Anzahl von kostenlosen Parkplätzen zur Verfügung stellen. Diese finden Sie etwas versteckt, zum Beispiel in den Parknischen am Ende der Dünenstraße auf der rechten Seite oder in der Sonnenstraße (Schwedischer Hof) auf beiden Seiten. Teilweise haben Sie auch Glück in der Zinglingstraße am Klünderberg, wo ebenfalls keine Gebühren erhoben werden. Manche stellen sich auch kurzzeitig (unter einer Stunde) auf die Parkplätze der Einkaufszentren. Vergessen Sie jedenfalls nicht, die Parkuhren rein zu legen! Sonst finden Sie bei Ihrer Rückkehr schnell eine Parkkralle oder einen Strafzettel am PKW. Dies gilt besonders bei den kostenpflichtigen Parkplätzen.
Bei gastronomischen Einrichtungen gilt die Regel: Je näher am Strand, desto teurer. Wenn Sie beim Essen gern das Meer sehen möchten, müssen Sie etwas tiefer in die Taschen greifen. Oder Sie machen es wie ich, holen sich ein Fischbrötchen und setzen sich dann an den Binzer Strand.

– Jane


Das Rügener Bernstein-Thermometer

Donnerstag, den 8. April 2010

Die starken Stürme des Winters gehören der Vergangenheit an. Manch einer nahm tolle Eindrücke und Fotos vom Sturm mit und andere sammelten Bernstein, den die Stürme an Rügens Küsten spülten.
Zu den Bernsteinsammlern gehören meine Stammleser Carsten und Regina aus Hannover, die jährlich ins Ostseebad Binz fahren. Freundlicherweise stellte mir das Ehepaar Fotos von ihren Bernsteinsammlungen zur Verfügung.
Beim Betrachten der Massen an Bernsteinen wird man sich fragen, was man mit diesen Bernsteinen anfangen kann? Aber lesen Sie selber was mir Carsten geschrieben hat:

Rügener Bernstein-Thermometer
Das Rügener Bernstein-Thermometer

Moin Axel,
nicht das man glaubt, dass in Binz gefundenes Strandgut wie Treibholz und natürlich Bernstein hier bei uns einfach nur so faul rum liegt … :-) . Aus den genannten Zutaten hab ich hier mal ein Bernsteinthermometer gewerkelt. Funktioniert sogar. Hab es so eingestellt, dass der Bernstein bei ca. 21 Grad mittig im Glas schwebt. Wird es wärmer, sinkt er ab, wird es kälter, steigt er auf. Ich glaube ein schöner Blickfang und vielleicht eine Anregung für andere “Baumharzinteressierte”….
Grüsse, Carsten

Danke für diese tolle Anregung ;-)

PS: Wussten Sie, dass das Kilogramm Natur-Bernstein (See-Bernstein) mit Stücken in einer Größe von 8 und 25mm mit einem Preis von 465,- € gehandelt wird?