Monatsarchiv für April 2006

Rügen bald Steuerparadies?

Freitag, den 21. April 2006

Wie so eben aus der regionalen Presse zu entnehmen ist, wurde die Landrätin Kerstin Kassner am 20.04.2006 vom Rügener Kreistag beauftragt, die Bedingungen für das Errichten einer Freihandels-/Sonderwirtschaftszone für den Landkreis Rügen sowie eines Freihafens Sassnitz/Mukran auszuloten.

Quelle: http://www.ostseezeitung.de

Persönliche Anmerkung: Was man vielleicht als verspäteten Aprilscherz bezeichnen könnte, hätte vielleicht eine geringe Chance Realität zu werden. Nach erfolgreichem Antrag bei der Europäischen Union sind die zu Spanien gehörigen Inselgruppe der Kanaren im Jahr 2000 Sonderwirtschaftszone geworden. Wie auch auf der Insel Rügen leben die Menschen auf den Kanaren hauptsächlich vom Tourismus. Fairer Weise sollte man dazu aber auch sagen, das die Kanaren ca. 1500 km vom EU-Gebiet entfernt liegen und sich hier andere Bedingungen ergeben, als auf der Insel Rügen.

Für die Wirtschaft und für den Tourismus von Rügen wäre es wirklich wünschenswert Freihandels-/Sonderwirtschaftszone zu werden, da durch diesen Schritt die drohenden 19% Mehrwertsteuer, welche ab 2007 auf uns zukommt, umgangen werden könnte. Die Insel Rügen hätte dann, einen Mehrwertsteuersatz von 5% und dieses dürfte die regionale Wirtschaft und den Tourismus, sowie den Arbeitsmarkt enorm ankurbeln.
Aber ob da die Landesregierung, sowie Bundesregierung und die Europäischen Union mitspielen ?

Ich würde mich über Ihre Meinung zum Thema Steuerparadies Rügen freuen.

Heringssaison auf Rügen

Dienstag, den 18. April 2006

Jedes Jahr ziehen riesige Heringsschwärme in die Boddengewässer Rügens zum Laichen. Und in dieser Zeit ist der Rügendamm (Verbindung vom Festland mit der Insel Rügen) ein begehrter Treffpunkt für Angler aus nah und fern.
Vor knapp einer Woche war es am Rügendamm noch relativ ruhig. Ein paar Angler versuchten mehr oder weniger ihr Glück, um das „Silber der Ostsee“, den Heringen nachzustellen.
Aufgrund des noch zu kalten Wassers, waren nur Einzelfänge zu beobachten.

Heringsangeln auf Rügen
Angler am Ostermontag auf dem Rügendamm

Heute, am Ostermontag sah die Lage schon viel besser aus. Trotz negativer Vorhersage der Wetterdienste, schien heute Morgen die Sonne und nur wenige Wolken waren zu erkennen und die Wassertemperaturen stimmten auch. Also optimales Angelwetter für den Hering. Und dieses sah man an den vielen Petriejüngern auf dem Rügendamm aber auch an den fast 100 Booten auf dem Strelasund, der Meerenge zwischen Festland und der Insel Rügen.

Zubehör zum Angeln von Heringen
Zubehör für erfolgreiches Heringsangeln

Geangelt wird mit einem Heringspaternoster (mit 5 silbernen oder 5 goldenen Haken) und einem Stück Heringsblei. Nicht selten sind alle Haken (ich persönlich bevorzuge die silbernen Haken) des Heringspadernoster nach erfolgreichem Stippen mit Heringen belegt. Natürlich hat die Angelindustrie auch andere Heringspaternoster im Angebot, aber hauptsächlich wird mit oben gezeigtem Heringsangelzubehör geangelt.

Angelanfänger oder Touristen (welche seit dem 1. Juli 2005 ebenfalls in den Genuss des Angeln in MV gekommen sind) können sich auf dem Rügendamm so manchen Tipp vom Angelnachbarn ablauschen.
Es besteht auch die Möglichkeit sein eigenes Boot zu Wasser zu lassen um im Strelasund zu angeln. Slipanlagen können Angler in den Yachthäfen Stralsund, Altefähr oder Grahlerfähre gegen entsprechendes Entgelt nutzen.

Slipstellen am Rügendamm
Slipstellen am Rügendamm

Vorraussetzung zum Angeln in Mecklenburg Vorpommern: Ein Fischereischein und eine Angelerlaubnis

Näheres entnehmen Sie bitte nachfolgenden Links:

>> Touristenfischereischein Mecklenburg Vorpommern
Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.


Anglerunterkünfte und Ferienwohnungen, Ferienhäuser in Nähe des Rügendamms:

Altefähr | Gustow | Poseritz | Rambin


Klicken Sie bitte auf die Orte, um Ihre geeignete Unterkunft zu finden.

Verwaltungsreform durch Schweriner Landtag beschlossen

Donnerstag, den 6. April 2006

05.04.2006

“Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat am späten Mittwochabend die umstrittene Verwaltungsreform mit knapper rot-roter Mehrheit verabschiedet. Nach einer rund zehnstündigen teils hitzigen Debatte stimmten 37 Abgeordnete dafür. 33 Parlamentarier votierten gegen die Reform. Bei der SPD stimmten 32 der 33 Abgeordneten zu, bei der Linkspartei 5 von 12. Damit stimmte bei der Linkspartei nur eine Minderheit für das wichtigste Vorhaben der Landesregierung. Die CDU lehnte das Gesetz ab. Die Auseinandersetzung über die Reform hatte fast drei Jahre gedauert.”

Quelle: www.ndr.de

Was wird sich für uns Rüganer ändern?

Die Insel Rügen wird bis Oktober 2009 in den Großkreis Nordvorpommern integriert und die neue Kreisstadt wird dann Stralsund.

Sinn dieser Verwaltungsreform:
Einsparmaßnahmen

Großkreis Nordvorpommern

Mehrere betroffene Landkreise haben angekündigt, vor dem Landesverfassungsgericht gegen die Reform zu klagen.

Persönliche Anmerkung:
Es wird wohl jeden Rüganer missmutig stimmen, wenn er ab Oktober 2009 einen Tagesausflug in die neue Kreisstadt Stralsund unternehmen muß, um seine Probleme vorbringen zu können. Besonders Bürger (mit und ohne Kfz), welche in verkehrsungünstiger Lage auf der Insel Rügen wohnen, werden wohl einen ganzen Tag auf den Beinen sein. Ein paar Beispiele wären die Orte Dranske (ca. 75 km von Stralsund entfernt) oder Thiessow (ca. 60 km von Stralsund entfernt).
Durch die Reform wird man zwar bei den Verwaltungsstellen sparen, aber im gleichen Zug entstehen nicht nur für Rüganer erhöhte Kosten für die Anfahrt zur neuen Kreisstadt des Großkreises Nordvorpommern.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir durch die Verwaltungsreform auch die beliebten Kfz-Kennzeichen (Rüg) auf unsere Kosten in jene des Großkreises Nordvorpommern (NVP) umtauschen dürfen.
Aber das wird wohl das kleinere Übel, da die meisten entstehenden Mehrkosten dieser umstrittenden Verwaltungsreform der “kleine Bürger” tragen wird.

Gerne würde ich Ihre Meinung zu diesem Thema wissen.