Großsteingrab Nobbin

Das Großsteingrab Nobbin auf der Insel Rügen

Im Norden der Halbinsel Wittow - keine 500 Meter östlich von Nobbin - liegt das jungzeitliche „Großsteingrab Nobbin“, das auch unter den Namen „Großsteingrab Riesenberg“ oder "Hünengrab Riesenberg" bekannt ist. Einheimische bezeichnen diesen Ort auch als "Stonehenge von Rügen". Die aus Findlingen errichtete Megalithanlage liegt direkt am Hochuferweg der Steilküste der „Tromper Wiek“ und ist eines der größten Steingräber Norddeutschlands.

Die Einfassung der trapezförmigen Grabanlage besteht aus großen Findlingen und ist 34 Meter lang und 8 bzw. 11 Meter breit. Im nordöstlich Bereich der Grabanlage befanden sich die Grabkammern. In den Jahren 1933 und 1970 wurden hier Grabungen durchgeführt. 1970 wurden durch den mecklenburgischen Archäologen Ewald Schuldt zwei menschliche Schädel, zwei querschneidende Pfeilspitzen aus Flint, Nachbestattungen aus der Eisenzeit (5. Jahrhundert v. Chr.), eine Urne und Grabbeigaben aus der vorrömischen Eisenzeit geborgen. Zwischen den beiden Wächtersteinen am südlichen Ende des Großsteingrabes fand man Keramikscherben aus der Slawenzeit und eine arabische Silbermünze aus dem 9. Jahrhundert.




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