Pavillon oberhalb der Brunnenaue
  1. Pavillon oberhalb der Brunnenaue
  2. der natürliche Wasserverlauf in der Aue
  3. der Weg zum Wasserspielplatz
  4. Sitzplatz am Wasserspielplatz
  5. der Wasserspielplatz in der Aue
  6. Holzsteg über den Sagarder Bach
  7. Wege durch die Brunnenaue Sagard
  8. der Bachverlauf in der Brunnenaue
  9. der Mäander - eine Flussschlinge in Folge
  10. gelegte Holzbrücke
  11. Brunnenaue Sagard
  12. eine der Brücken in der Brunnenaue Sagard
  13. natürlicher Bachverlauf

Die Sagarder Brunnenaue

Die Parkanlage „Brunnenaue“ ist eine Auenlandschaft mit Heilquelle und eines der Wahrzeichen der Rügener Gemeinde Sagard. Das Gelände der Brunnenaue wird hier auf ganzer Länge vom „Sagarder Bach“ durchflossen. Das Quellwasser stammt dabei aus mehreren fließenden Quellen.

Die Brunnenaue wurde ursprünglich als Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt genutzt

1794 fand bereits der erste Kurbetrieb in Sagard statt. Ein Jahr später, am 4. Juli, eröffneten der Pastor Heinrich Christoph von Willich (1759–1827) und sein Stiefbruder, Landarzt Dr. Moritz von Willich (1750–1810), die Sagarder Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt. Sie wurde direkt um die Heilquelle auf der Pfarrkoppel errichtet. Schon im Folgejahr - 1796 - nahmen hier zwei junge, bald weltberühmte Männer Quartier im Ort: Der Dichter Herinrich von Kleist und der Gelehrte und Staatsmann Wilhelm von Humboldt.

Lagekarte Brunnenaue Sagard

Neben der Quellte gestaltete man nun auch ihr Umfeld, vor allem mit der Unterstützung des Grafen Magnus Friedrich Brahe. Dabei entstand ein Landschaftsgarten im Geschmack des frühen 19. Jahrhunderts mit Wegen, Anpflanzungen und Ruhesitzen sowie kleinen Lauben, einem Pavillon und kleinem Kurhaus. Der Pastor-Stiefbruder Dr. Moritz von Willich leitete nun die medizinische Betreuung der Kurgäste und entwickelte Behandlungen auf Basis der mineralhaltigen Quelle. Das kohlensäurehaltige Quellwasser wurde später auch durch den Mediziner Klaproth und andere Ärzte und Apotheker untersucht und bekannter gemacht, wodurch die Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt in kürzester Zeit aufblühte.

Zwischen 1807 und 1813, während des napoleonischen Krieges, reduzierten sich die Besucherzahlen des Kurbades infolge der Besetzung Rügens durch die Franzosen. Pläne zur Erweiterung des Bades scheiterten. Das vollständige Ende des Sagarder Bades erfolgte schließlich 1815, nachdem Fürst Malte zu Putbus mit dem Bau des 1. Seebades Rügens im Ortsteil Lauterbach bei Putbus begann.

Die historische Parkanlage Brunnenaue lässt nur erahnen, wie der damalige Kurpark mit seinen Promenaden, Brunnen- und Badehäusern seine Gäste erwartete.

Sehenswertes in der Sagarder Brunnenaue

Die Verlobungsbank

"Grüße mir die liebe Bank in der Brunnenaue und sage ihr recht viel schönes von mir. Wenn du auf der Bank sitzest, meine einzige süße Braut, auf der ich dieses liebliche Wort zuerst zu dir ausgesprochen habe, so wird dir gewiss alles wieder einfallen, wie es gewesen ist, und sage mir dann noch ein Wörtchen darüber, du plauderst gar Süßes von unserer Liebe.", erinnerte Friedrich Schleiermachers seine Henriette in einem Brief vom 22.10.1808. Auf dieser Bank wurde viel verlobt und hier können sich noch viele verloben :)

Die Sagarder Sickerquellen

Das Gelände der Brunnenaue wird vollständig längs durch den Sagarder Bach durchflossen. Im Gegensatz zu anderen Gewässern an Feuchtgebieten zeichnet sich die Aue aber durch das Vorhandensein mehrerer fließender Quellen und durch weitere Stellen aus, an denen Wasser aus dem Boden sickert. Das spricht für eine hohe Bodenfeuchte in einem ehemals sumpfigen Gelände. Insgesamt enstand hier eine interessante Landschaft.



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