Sie sind hier: Home > Sehenswürdigkeiten > Museen > Museen im Ostseebad Göhren > Museumsschiff Luise
Das Museumsschiff Luise im Freilichtmuseum am Südstrand von Göhren Das Museumsschiff Luise im Freilichtmuseum am Südstrand von Göhren

Das Freilichtmuseum mit dem Museumsschiff „Luise“ am Südstrand von Göhren

Das Freilichtmuseum am Südstrand von Göhren zeigt neben dem begehbaren Küstenmotorsegler "Luise", eine Reihe ausgemusterter Seezeichen, alte Fischerboote, sowie maritime Exponate aus Seefahrt und Fischerei der Rüganer. Ergänzt wird das Museum durch eine Ausstellungen zur Mönchguter Fischerei und zum Schiffbau. Besonders für Kinder gibt es viel auf dem voll eingerichtete Motorsegler zu entdecken.

Länge:

Breite:

Tiefe:

Brutto Rauminhalt:

Netto Rauminhalt:

Tragfähigkeit:

Bauart:

Material:
19,42m

4,83m

1,56m

122,5m³ (= 43,25 RT)

87,7 m³ (= 30,94 RT)

60,6t

Spantensystem

Stahlbau
Reuse auf dem Freilichtmuseum


Geschichtliches zum Küstenmotorsegler Luise

Die Hauptattraktionen des Freilichtmuseums ist zweifelsohne der Küstenmotorsegler „Luise“ der 1906 auf der Werft G. & H. Bodewes in Martenshoek/ Niederlanden vom Stapel lief. Das als Besan-Ewer, Zweimastsegler mit Klüverbaum, gebaute Schiff fuhr unter den Namen "Johanne" ... und "Marta Nielsine" und transportierte Waren im Bereich Elbe und Weser.

1925 erwarb Wilhelm Pretzien das Schiff und benannte es nach seiner Ehefrau Luise. Der Küstenmotorsegler transportierte hauptsächlich Ziegelsteine und verkehrte regelmäßig zwischen Ueckermünde -hier gab es etwa 50 Ziegellein- und der Insel Usedom, sowie zwischen der Insel Rügen und der Halbinsel Darß. Die ca. 22000 Ziegelsteine umfassende Ladung wurden durch den Schiffer, seinem Jungmann und seiner Ehefrau Luise selber be- und entladen. Bedingt durch ihre Bauart als Plattbodenschiff konnte die "Luise" gegenüber anderen Frachtschiffen auch Häfen mit flachen Wasserständen anlaufen.

1929 wechselte der Segelfrachter erneut seinen Besitzer. Nun betrieb der Schiffer Lehmann die alten Transportrouten im Bereich Vorpommern. Heimathafen wurde Altwarp am Stettiner Haff.

1939 übernahm dann der Schiffer Erich Knuth die MS "Luise" für 3500 Reichsmark und setzte es zum Transport von landwirtschaftliche Gütern, sowie Waren des täglichen Bedarfs im Linienverkehr zwischen dem Ostseebad Baabe und der Hansestadt Stralsund ein.

Mit dem Bau des Rügendamms 1936/1937 wurde die erste feste Landanbindung zwischen der Hansestadt Stralsund und Altefähr auf der Insel Rügen geschaffen, die ab nun die alte Bundesstraße 96 und die Bahnstrecke bis nach Sassnitz auf Rügen verband. Die Freigabe des Rügendamm für den Zugverkehr erfolgte am 5. Oktober 1936 und die Freigabe für den Straßenverkehr am 13. Mai 1937. Somit entstand ein enormer Druck auf die Schiffer, die nun die Rügenanbindung als Konkurrenz sahen. Somit baut der neue Schiffseigner der "Luise" einen 20 PS Glühkopfmotor ein, um die Geschwindigkeit und damit die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen.

1941 beschlagnahmte die Wehrmacht die "Luise" setzte Sie für Ausbildungszwecke in der "Fliegerschule Lobbe" ein.

1944 rüstete man das Schiff in einer Greifswalder Werft mit einem 50 PS Glühkopfmotor aus. Dieser diente als Hilfsmotor für das An- und Ablegemanöver des Schiffes. Des weiteren wurden Besanmast und Klüverbaum entfernt, das Ruderhaus wurde aufgebaut und das Logis wurde vom Bug zum Heck verlagert.

1948/49 wurde das Schiff in Hamburg überholt und dann im Bereich Nordsee zwischen Elbe und Weser und in der Ostsee zwischen Lübeck und Flensburg eingesetzt.

1950 konnte der Eigner sein in den Kriegswirren verschollenes Schiff ausfindig machen und nach Baabe auf Rügen zurückholen. Mit dem aufkommenden Lastkraftverkehr wurde der Küstensegler unrentabel.

1964 bis 1974 lag die "Luise" in einem Querkanal der Hansestadt Stralsund und wurde als Getreidespeicher durch die "VEAB Getreidewirtschaft" genutzt.

1974 erwarb die Gemeinde Göhren von der Witwe des einstigen Eigners den Küstenmotorsegler zum Schrottpreis. Dass es die " Luise" noch gibt, verdanken wir Ruth Bahls, die Gründerin der "Mönchguter Museen", die dieses Schiff als Museumsschiff für die Nachwelt erhalten wollte.

1977 wurde das Schiff ins Ostseebad Göhren überführt. Es erfolgte eine aufwendige Sanierung des Schiffes.

Am 12. August 1982 wurde das Museumsschiff feierlich eröffnet.

1996/97 entstanden auf dem Gelände des Freilichtmuseums zwei Holzschuppen in denen traditionelle Fischereigeräte untergebracht wurden .

Öffnungszeiten des Freilichtmuseums mit dem Museumsschiff „Luise“

Derzeit ist das Freilichtmuseum bis auf weiteres geschlossen.

Museumsschiff "Luise"
Am Südstrand 1 A
18586 Ostseebad Göhren

Tel.: 038 308 - 21 75    Fax: 038 308 - 667 45



Ferienwohnungen in Göhren |  Sehenswürdigkeiten Rügen  |  Museen Rügen



Footer