Der Svantevitstein - Abbildung eines Mannes mit Füllhorn
Der Svantevitstein - Abbildung eines Mannes mit Füllhorn

Der "Svantevitstein", das älteste Zeugnis aus der Slawenzeit

In der südlichen Vorhalle befindet sich der waagerecht eingemauerte "Svantevit-Stein", der aus der Zeit vor der Kirchgründung stammt. Der Svantevitstein ist das älteste und best erhaltende Dokument aus der Slawenzeit.
Es handelt sich bei diesem Stein um eine Grabstein eines Svantevitpriesters der Tempelburg auf dem Kap Arkona. Der Stein sagt aber nichts über den Priester aus, sondern er soll nur der Huldigung und Verehrung des viergesichtigen Gottes Svantevit dienen.
Vor diesem Stein opferten Ranen Hühner, wenn sie es mal wieder nicht pünktlich bis zur Tempelburg geschafft hatten.

Warum der Svantevitstein waagerecht eingemauert wurde...

In der Zeit vor der Christianisierung verehrten und huldigten die Ranen diesen Stein. Und nun bauten die Christen diesen Stein waagerecht in die Kirche ein um somit den Svantevitgott zu verhöhnen und von ihm loszusagen. Erst dann betrat man die Kirche von Altenkirchen.

Die ehemalige Waffenkammer der Kirche Altenkirchen

Im 14. Jahrhundert führten die Rüganer ständig Waffen bei sich, so dass der damalige Pfarrer in der Sakristei eine Waffenkammer erbauen ließ. So konnte der Pfarrer davon ausgehen, dass sich seine Besucher nicht mit Ihren Waffen beschäftigten, sondern sich dem Gottesdienst widmeten.
Die auch noch heute erkennbaren Hauszeichen (Hausmarken) in dieser Waffenkammer stellten den Ablageplatz der mitgeführten Waffen der jeweiligen Familie da. Erst nach Ablage der Waffen durfte man über diesen gesonderten Zugang die die Kirche betreten.



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